Die Stiftskirche ist Blickfang und Wahrzeichen des Evangelischen Johannesstiftes. Sie bildet den geistigen Mittelpunkt seiner diakonischen Arbeit. Dies kommt in der Architektur eindrucksvoll zum Ausdruck: Die Kirche befindet sich im Zentrum der Gesamtanlage des Stiftes, die Platanenallee führt direkt auf sie zu. Eine solche herausgehobene Stellung der Kirche hatte Johann Hinrich Wichern bereits bei der Gründung des Stiftes gewollt.
Anregungen für Aktivitäten im Johannesstift
Der Kirchenraum
Die Raumgestaltung wird unterschiedlichen Nutzungen gerecht. Die flexible Bestuhlung berücksichtigt vor allem auch die Belange von Menschen mit Behinderung. Sie sollen inmitten der Gemeinde und nicht abgesondert von ihr Platz nehmen können.
Wände und Decken erhielten im Jahre 2003 einen neuen, sandfarbenen Innenanstrich. Ursprüngliche Elemente wie Säulenschmuck und die Natursteinverblendung der Pfeiler aus Crailsheimer Muschelkalk ließ der Architekt wieder freilegen. Sie waren bei vorhergehenden Renovierungen verschwunden.
Angebote für Kinder und Jugendliche: Insbesondere mit Kita-Gruppen aber auch mit jüngeren Schülern kann über die Gestaltung, die Symbolik und ihre Bedeutung ein Gespräch stattfinden.
Downloads und Links zur Kirche
Der Kirchenführer für kleine Leute: Infos, Rätsel, Ausmalbilder (PDF)
Die Orgel
Die Walcker-Orgel wurde von der Firma Otto Hoffmann überholt und erweitert; sie besitzt jetzt 64 Register und ist auf 4 Manualen und Pedal bespielbar. Damit gehört sie zu den größten Orgeln Berlins.
Angebote für Kinder und Jugendliche: Orgelführungen mit dem Stiftskantor sind nach Voranmeldung mit allen Altersgruppen möglich.
Kinder und Jugendliche mit musischer Vorbildung dürfen selbst mal auf die Orgelbank und ein Stück vorspielen.
Downloads und Links zur Orgelführung
Die Orgel erklärt in Text und Bild (PDF)
Die Glocken
Im Zweiten Weltkrieg mussten die Glocken bis auf die kleinste (540 kg) mit der Inschrift: „Ehret den König.“ für Rüstungszwecke eingeschmolzen werden. Nach dem Krieg erhielt das Stift als Ersatz drei Glocken aus alten Beständen. Sie sind weit kleiner als die ursprünglichen, auch ihre Tonfolge ist eine andere. Zwei dieser Glocken stammen aus dem Jahr 1530. Die lateinische Inschrift lautet übersetzt: Gegrüßt seiest Du, Maria voller Gnaden, der Herr ist mit Dir“ - nach Lk. 1,28.
Der Kirchturm
Der Kirchturm misst 56 Meter. Der relativ große Turmraum bietet die Möglichkeit, dass Besuchergruppen den Glockenstuhl besuchen können und vor Ort Informationen über die Glocken und das Geläut erhalten. Angebote für Kinder und Jugendliche: Allein die Turmbesteigung ist für jede Altersgruppe ein Erlebnis. Dazu gehört der Blick vom Turm in alle vier Himmelsrichtungen. Zusätzliche Informationen erhalten die Gäste zum Aufbau und der Geschichte der Glocken. Der sichere Aufstieg über eine Wendeltreppe und der geräumige Glockenstuhl ermöglichen, dass sich dort eine ganze Schulklasse gleichzeitig aufhalten und informieren kann.
