Breaking up

Interreligiöse Konfliktbearbeitung und Mediation

Mit dem neuen Bundesprogramm "Demokratie leben!" fördert das Bundesfamilienministerium das zivile Engagement für Demokratie und Vielfalt.


Im Rahmen des Bundesprogramms entwickelt Die Wille gGmbH in dem Projekt „Breaking up" präventive Strategien gegen Islamfeindlichkeit und ist eines von 90 Modellprojekten bundesweit.

Schwerpunkt des Projektes ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Unter anderem an Schulen werden wir Jugendliche zu interreligiösen Mediatoren ausbilden und Fortbildungen für beteiligte Akteure (Lehrer, Sozialarbeiter, Gemeindemitglieder) anbieten, die die ausgebildeten Mediatoren unterstützen und zu einer Kontinuität in der Umsetzung beitragen. Mit Breaking up möchten wir dazu beitragen, Anerkennung und Verständigung zu stärken und Konflikte zu bewältigen, bei denen die Faktoren Kultur, Ethnizität, Herkunft oder Religion eine Rolle spielen.

Dieses Konzept ermöglicht uns, ganz konkret vor Ort auf die jeweiligen Begebenheiten und neuen gesellschaftlichen Herausforderungen zu reagieren.Gefördert werden Projekte, die sich gegen jegliche Formen von vorurteilsbasierter, politischer und weltanschaulich motivierter Gewalt wenden und innovative Ansätze im Bereich der Demokratieförderung und der Präventionsarbeit entwickeln. „Breaking up“ ist mit einer Laufzeit von 5 Jahren geplant.

 

22.06.2016

Abschlussveranstaltung von Breaking up

Am 10.06.2016 haben die Teilnehmer*innen des ersten Ausbildungsgangs die Fortbildung des Modellprojekts „Breaking up - Interreligiöse Konfliktbearbeitung und Mediation“ erfolgreich abgeschlossen. Dies wurde im Rahmen der Abschlussveranstaltung gemeinsam mit den Teilnehmer*innen des ersten Ausbildungsganges, geladenen Gästen und dem Breaking up-Team in den Räumlichkeiten von „7xjung – der Lernort von Gesicht Zeigen!“ gefeiert.

Unser herzlicher Dank geht an die Teilnehmer*innen der Fortbildung, denn sie haben Ihre neuen Kenntnisse mit uns geteilt und Gelerntes lebendig werden lassen. In Form eines Rollenspiels wurde eine Alltagssituation aus dem Krankenhaus verdeutlicht. Thematisiert wurde, wie Vorgaben und Strukturen im Arbeitsalltag dazu beitragen, dass keine Zeit bleibt für einen angemessenen, respektvollen Umgang mit einer muslimischen Patientin. Dieses Beispiel zeigt  wie es im Arbeitsalltag oft zu unsensiblem Umgang miteinander, ja sogar zu unbewussten Diskriminierungen kommt. Die Reflexion über eigenes Handeln und das Bewusstsein darüber, wie man sich gegenseitig wahrnimmt, ist eine wichtige Voraussetzung für ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander. Dazu trägt die Ausbildung von interreligiösen Mediatoren im Projekt Breaking up bei.

Der erfolgreiche Abschluss des ersten Ausbildungsganges ist zugleich der Start für weitere Kurse – sowohl für Jugendliche und junge Erwachsene als auch für Fachkräfte in der Jugendarbeit. Breaking up macht stark für einen bewussten und vorurteilsfreien Umgang mit Menschen unterschiedlicher Kultur und Religion.  Wir wünschen uns, dass noch viele weitere Teilnehmer*innen diese transformative Energie erreichen wird.

 

06.06.2016

Abschlussveranstaltung des ersten Ausbildungsganges

In den letzten Monaten haben die ersten Teilnehmer*innen die Ausbildung zur*zum „Interreligiösen Konfliktbegleiter*in mit dem Schwerpunkt Mediation“ durchlaufen. Dabei haben wir viel voneinander gelernt.

Am 10.06.2016 endet der erste Kurs mit einem festlichen Abschluss. Dazu laden wir herzlich ein.

Das Programm der Abschlussveranstaltung finden Sie hier ...

 

23.05.2016

Dimensionen der Vielfalt in Theorie und Praxis

Am Diversity Day lädt Breaking up zum Workshop an der Charité Berlin ein …

 

Diversity – ein großes Wort. Doch was verbirgt sich dahinter? Dieser Frage werden wir gemeinsam mit den Teilnehmer*innen auf den Grund gehen.

Wir tauschen unsere Perspektiven aus, schauen auf unterschiedliche Zugänge in der Gesellschaft und gehen dabei auf die verschiedenen Kulturdimensionen ein. Welche Rolle spielen dabei die Religionen, der Mensch als Individuum und die Struktur unserer Gesellschaft? Diese und andere Fragen werden wir praxisbezogen beleuchten.

Dazu heißen wir Sie herzlich willkommen und freuen uns darauf mit- und voneinander zu lernen.

 

Mehr Informationen erhalten Sie hier ...

 

23.03.2016

Im Juni startet unser Forbildungsangebot für Multikplitator*innen

Interreligiöse Konfliktbearbeitung für die offene Jugendarbeit

Ziel dieser Fortbildung ist es, Multiplikator*innen und Fachkräfte aus Bildungs- und Jugendeinrichtungen für das Thema Diskriminierungen zu sensibilisieren, antidiskriminierende Haltung zu entwickeln, innovative Lernpraktiken zur interreligiösen Konfliktbearbeitung und Mediation zu lernen und sie in den Berufskontext zu integrieren sowie Jugendliche als aktive Mitgestalter des Antidiskriminierungsprozesses vor Ort einzubeziehen.

Die Fortbildung vermittelt spezifische Kenntnisse im Bereich der interreligiösen Konfliktbearbeitung und Sensibilitätsentwicklung. Die Teilnehmenden setzen sich mit aktuellen gesellschaftlich-politischen Themen auseinander und lernen verschiedene Instrumente und Ansätze der interreligiösen Konfliktbearbeitung kennen.

Das Fortbildungsprogramm beinhaltet drei jeweils zweitägig abgeschlossenen Module. Alle Module können als Einzelfortbildungen wahrgenommen werden. Nach Teilnahme an allen Modulen wird das Fortbildungszertifikat erteilt. Bei Teilnahme an einzelnen Modulen bekommen die Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung.

Sie können folgende Module buchen:

  • Modul 1:

Gesellschaftliche Phänomene im Kontext der Bildungs- und Jugendarbeit

 

Berlin ist ein großer Schmelztiegel verschiedenster Lebenseinstellungen, Werte und Ideen. In unserer Arbeit im offenen Jugendbereich begegnet uns das tagtäglich. Leider nicht nur im positiven und konstruktiven Bereich.  Im ersten Modul werden wir uns genau damit befassen. Wie können wir trotz der vielen Diskriminierungen und Stigmatisierungen eine Willkommenskultur in unseren Einrichtungen schaffen? Welche Rolle spielen Religionen in der Entwicklung unserer Jugendlichen und welche Möglichkeiten der interreligiösen Konfliktbewältigung haben wir in der offenen Jugendarbeit? Damit werden wir uns im ersten Modul intensiv beschäftigen.    

Modul 1 findet in Spandau statt am 20.06.2016 (Mo) und 21.06.2016 (Di), 10:00-16:00 Uhr.

Modul 1 findet in Kreuzberg statt am 08.07.2016 (Fr) und 15.07.2016 (Fr), 09:00-16:00 Uhr.

  • Modul 2:
Interreligiöse Sensibilisierung im Berufsalltag
 

Welche Position als Multiplikator*In nehme ich zur Interreligiosität ein? Wie nehme ich meine eigene Prägung wahr? Gelingt es mir, aus meiner eigenen Prägung eine Haltung zu entwickeln, die ich in eine positive interreligiöse Bildungsarbeit in meine Einrichtung einfließen lassen kann? Diesen und ähnlichen Fragen werden wir im zweiten Modul auf der Spur sein.

Modul 2 findet in Spandau statt am 10.10.2016 (Di) und 11.10.2016 (Mi), 10:00-16:00 Uhr.

Modul 2 findet in Kreuzberg statt am 20.09.2016 (Di) und 21.09.16 (Mi), 10:00-16:00 Uhr.

  • Modul 3:
Strategien und Instrumente zur interreligiösen Konfliktbearbeitung
 

Das dritte Modul befasst sich mit der Entwicklung und Vermittlung von geeigneten Strategien und Instrumenten für Ihre Einrichtung. Hierbei beachten wir nochmals die eigene Ambiguitätstoleranz, vollziehen gemeinsam einen Perspektivwechsel und geben Anstöße, wie Sie die Konfliktbearbeitung und Qualitätskriterien in Ihre laufenden Prozesse integrieren und implementieren können.

Modul 3 findet in Spandau statt am 29.11.2016 (Di) und 30.11.2016 (Mi), 10:00-16:00 Uhr.

Modul 3 findet in Kreuzberg statt am 06.10.2016 (Do) und 07.10.2016 (Fr), 10:00-16:00 Uhr.

Das Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie hier.

Orte: In Spandau - Evangelisches Johannisstift Berlin, VCH-Hotel Christophorus, Schönwalder Allee 26/3, 13587 Berlin.
In Kreuzberg - Nachbarschaftshaus Zentrum E.V., Cuverystrasse13, 10997 Berlin.

Kosten: Die Teilnahme an den Fortbildungen ist kostenfrei. Die Übernachtungs- und Verpflegungskosten sind nicht inbegriffen.

Anmeldung: Bei Interesse melden Sie sich mit Angabe der gewünschten Module unter folgender E-Mail-Adresse an:

bup@evangelisches-johannesstift.de

 

12.11.2015

Auftakt Breaking up!

Am 11.11. 2015 haben wir den Auftakt des Projektes Breaking up gestartet.
Mit „klein aber fein“ kann die erfolgreich gelaufene Veranstaltung treffend umschrieben werden. Team und Projektleiterin stellte sich vor und beantworteten dem interessiertem Publikum Fragen zu Inhalt und Konzept des Projektes. Ein selbst erarbeiteter Poetryslam, wie auch ein interaktiver Teil mit den Teilnehmer_Innen machten die zukünftige Arbeitsweise von Breaking up deutlich.

Wir danken allen Teilnehmenden für die anregende Diskussionen und aktive Beteiligung!

Wie geht es weiter?
Die Breaking up - Ausbildung findet wöchentlich statt und endet Mitte des kommenden Jahres mit einer Zertifikatsverleihung für die erfolgreich bestandene Ausbildung zur „Interreligiösen Mediator_In“.

Fotos: Die Wille gGmbH / Frederic Schweizer

 

Kontakt:

bup@evangelisches-johannesstift.de