18.10.2011

Die schulpolitische FDP-Sprecherin in Berlin, Mathia Specht-Habbel, besucht begeistert die Veranstaltung von "Kinder beflügeln" in Neukölln

Frau Mathia Specht-Habbel wurde im Frühjahr 2011 auf „Kinder beflügeln“ aufmerksam und besuchte nun eine Veranstaltung der Bildungskampagne in Neukölln. Die Leistung der Kinder, deren Engagement und Spaß faszinierten die schulpolitische Sprecherin der FDP in Berlin.

Frau Specht-Habbel, wie wurden Sie auf „Kinder beflügeln“ aufmerksam?

Eine Einladung nach Spandau im Mai 2011 machte mich auf „Kinder beflügeln“ aufmerksam, ich übernahm einen Termin für den FDP-Abgeordneten Sebastian Czaja. Am 9. September besuchte ich daraufhin die Veranstaltung in Neukölln, auf der die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich Musik vorgestellt wurde. Ich war begeistert von der Leistung der Kinder und dass einige morgens noch vor Unterrichtsbeginn bereit waren, auf ihren Instrumenten in der Schule zu üben. Das zeigt, Kinder sind zu begeistern, wenn wir Erwachsene für etwas „brennen“.

Frau Specht-Habbel, Sie begleiten nun "Kinder beflügeln" als Bildungskampagne des Evangelischen Johannesstifts in Berlin-Spandau. Warum ist Ihnen die Kampagne wichtig?

Ich begleite "Kinder beflügeln" seit diesem Jahr, aber die Diakonie kenne ich bereits seit 1981 aus Düsseldorf. Die Kampagne gibt Kindern das Gefühl von Respekt und Achtung von Seiten der Erwachsenen. Kinder sind unsere Zukunft und nicht nur Zahler unserer Renten. Das muss wieder in den Vordergrund. Kinder bereichern mit Ihren Fragen und Antworten, mit Ihren Liedern und Bildern unsere menschliche Gemeinschaft.

Das Evangelische Johannesstift engagiert sich mit "Kinder beflügeln" an Grundschulen in sozialen Brennpunkten der Stadt. In welchem Maße können außerschulische Bildungsangebote dem Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schlechten Bildungschancen entgegenwirken?

Solche außerschulische Angebote erweitern den Horizont der Kinder. Diese sind kreativ von Geburt an, ohne Förderung aber verkümmern diese Fähigkeiten.

Welche Bedeutung sehen Sie in zivilgesellschaftlichem Engagement wie es „Kinder beflügeln“ darstellt - für Schulen, für Schülerinnen und Schüler?

Wir haben keine großen Rohstoffe, nur die Köpfe unserer Kinder werden in der Lage sein, neues zu schaffen. Wer kreativ ist, schafft neues, er oder sie zerstört nicht, wenn nicht Neid und Missgunst entstehen.

Erwachsene, die mit "Kinder beflügeln" in verschiedensten Projekten zu tun haben, berichten immer wieder von den ungeahnten Potenzialen der Kinder, die durch die Förderung zum Vorschein kommen. Welche Bildungskonzepte braucht es, um dieses Potenzial in der Fläche zu heben?

Dazu fällt mir nur Netzwerken ein, über Bezirksgrenzen hinweg. „Gutes“ kann auch überall in Berlin stattfinden, die Presse sollte darüber berichten.

Was kann die Politik tun, um Kampagnen wie "Kinder beflügeln" zu fördern?

Sich selbst mit einbringen, denn was man kennt, das kann man besser einschätzen und schätzen. Darin sehe ich das Wort „Schatz“, diesen muss man hüten und pflegen auch als Politiker. Mein Vorschlag wäre, wenn ich „Strafen“ für „Knöllchen“ zahlen muss, wäre das, zumindest für mich, ein guter Verwendungszweck.

Herzlichen Dank!