13.09.2017

Die Macherei will „on tour“ gehen!

„Ganz besonders gut gefallen hat mir die Macherei“. Begeistert berichten immer wieder Gäste nach dem Rundgang durch das Johannesstift von diesem besonderen Ort für Erwachsene mit verschiedenen Beeinträchtigungen. Hier findet jeder und jede eine sinnvolle Beschäftigung und erfährt: Ich kann etwas, ich werde gebraucht und bin willkommen.

Der Eingangsflur ist wie ein Rundgang angelegt, so dass sich niemand verirren kann. In jedem Raum gewähren tiefe Fenster nach innen freien Durchblick besonders für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer.

Drinnen sind die Macher fleißig am Werk: im Kunstraum, in der Textilwerkstatt, in der Holzwerkstatt, in der Töpferei und im Musikraum. Auch an Computern wird gearbeitet, bieten doch die neuen Techniken wunderbare Möglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen. Im Zentrum der Macherei liegt die barrierefreie Küche mit eigenem Kräutergarten.

Heute stehen italienischer Nudeleintopf und Salat auf dem Speiseplan. Das selbst gekochte Essen schmeckt nicht nur den Machern, sondern wird auch innerhalb des Johannesstifts ausgeliefert, etwa an die Teilnehmenden von Fortbildungen. „Das wollen wir noch ausweiten und rausgehen“, berichtet Macherei-Leiter Jörg Markowski. Macherei on tour lautet das Motto. Gesunde Vitaminsäfte für Schülerinnen und Schüler zubereiten, dem Hotel Christophorus zuarbeiten, Blumen pflegen, das Rotwild im nahe gelegenen Wildgehege füttern und dafür die Futtertröge selbst bauen – den Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt.

Doch halt – es gibt eine Grenze: Die Mobilität. Was nützen die besten Ideen, wenn man nicht von A nach B kommt? Deshalb brauchen die Macher ein spezielles Elektro-Fahrrad mit einem zusätzlichen Sitz für einen behinderten Menschen und mit einem stabilen Anhänger. Ein solches Spezialgefährt kostet 8.000 Euro.

Hier bitten wir um Ihre Unterstützung: Machen Sie das Machen möglich! Schenken Sie Menschen mit Beeinträchtigung Sinn und Glück.