15.05.2018

Mobile Geriatrische Rehabilitation: Wichernkrankenhaus unterstützt Studie des Bundesgesundheitsministeriums

Abschlusskonferenz des Forschungsvorhabens „Mobile Geriatrische Rehabilitation“ am 16. Mai in Berlin

Die Mobile Geriatrische Rehabilitation des Wichernkrankenhauses hat sich als einer von fünf Standorten an der Planung und Umsetzung der Studie „Ermittlung des allgemeinen Rehabilitationsbedarfs und Evaluation mobiler geriatrischer Rehabilitation (MoGeRe) in stationären Pflegeeinrichtungen und der Kurzzeitpflege“ beteiligt. Das seit 2015 vom Bundesgesundheitsministerium geförderte dreijährige Forschungsvorhaben wurde wesentlich von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation mitinitiiert. Dr. med. Martin Warnach, ehemaliger Chefarzt des Wichernkrankenhauses und jetziger Leiter der Mobilen Geriatrischen Rehabilitation, ist Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft und war verantwortlich für die Realisierung und den Ablauf der Studie in Berlin.

„Wir beobachten in den letzten Jahren eine stark steigende Nachfrage nach Mobilen Rehabilitation. Neben unserem ursprünglichen Tätigkeitsgebiet in Spandau und Umgebung, bei der wir in den vergangenen Jahren rund 170 Patienten pro Jahr betreut haben, bauen wir zurzeit ein zweites Behandlungsteam im Bereich Reinickendorf auf. Der Anteil der Rehabilitanden in stationären Pflegeeinrichtungen und in der Kurzzeit ist zuletzt deutlich gewachsen. Umso wichtiger ist eine Studie mit der Zielsetzung, den tatsächlichen Bedarf wissenschaftlich zu erfassen und aufzuzeigen, was bei diesen pflegebedürftigen Menschen durch eine Mobile Rehabilitation erreicht werden kann“, berichtet Geschäftsführerin Sylvia Schimke. Die Studie unter der Leitung der Hochschule Bremen wurde zum 30. April 2018 abgeschlossen. Am 16. Mai werden die Ergebnisse in der Katholische Akademie Berlin – Aquino präsentiert und mit Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums, der Krankenkassenverbände, des Medizinischen Dienstes und Wissenschaftlern im Rahmen einer Fachtagung diskutiert. Erwartet werden Erkenntnisse über den Rehabilitationsbedarf in Einrichtungen der stationären Pflege und der Kurzzeitpflege, die Förderung von Handlungskompetenz und Teilhabesicherung durch mobile Rehabilitation, über die Zusammenarbeit von Pflege und Rehabilitationsteam sowie zu gesundheitsökonomischen Aspekten.

Über die Mobilie Geriatrische Rehabilitation des Wichernkrankenhauses

Seit Ende 2011 versorgt das Team der Mobilen Geriatrischen Rehabilitation rund 170 Patienten ihrem häuslichen Umfeld. Das Ziel ist, den meist hochbetagten und multimorbiden Patienten einen möglichst selbstbestimmten Alltag und die Teilhabe am familiären, sozialen und gesellschaftlichen Leben in ihrem gewohnten Umfeld zu ermöglichen. Dafür arbeitet ein multiprofessionelles Team aus den Bereichen Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Rehabilitationspflege, klinische Psychologie/Neuropsychologie und Ernährungsberatung unter der Leitung eines Facharztes für Geriatrie zusammen. Wesentlicher Bestandteil der rehabilitativen Behandlung des Teams ist die Beratung, Unterstützung und Anleitung der Patienten und ihrer Angehörigen/Bezugspersonen in allen Fragen der häuslichen Versorgung, bei notwendigen Anpassungen des Wohnumfeldes und zum Einsatz von Hilfsmitteln.