Aktuelles aus dem St. Martinshof

Kultur auf Abstand

Aufgrund der aktuellen Lage konnten bis jetzt keine Tanznachmittage oder Gartenveranstaltungen stattfinden. Allerdings gibt es ein paar sehr tolle engagierte Menschen, die uns zwei fabelhafte Nachmittage beschert haben.

Einmal kam Freddy Caruso zu uns, ein Musiker aus Hannover, der normalerweise in diesen Monaten Wattwagenfahrten in Cuxhaven anbietet, hat uns seine freie Zeit geschenkt und ein Balkonkonzert gegeben. Mit bekannten alten Liedern konnte er unseren Bewohnern ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Auf den Balkonen wurde geschunkelt und gesungen und sogar eine Zugabe erklatscht.

 

Und an einem anderen Nachmittag kam die in Hannover bekannte Rezitatorin und literarische Komponistin Marie Dettmer (www.mariedettmer.de/ ) zu uns. Sie führte uns in die Welt von Willhelm Busch, Erich Kästner und Co. Mit genügend Abstand lauschten die Bewohner im Garten ihren Worten, lachten bei der Pointe und genossen diesen besonderen Nachmittag sichtlich - obwohl wir zwischendurch etwas ums wechselnde Wetter bangen mussten. Wir bedanken uns auch ganz herzlich beim Kulturbüro Misburg-Anderten für die Organisation dieser Darbietung!

 

 

 

 

Vitamine für die Helden

Der Vorstand der Johannesstift Diakonie sagt den Heldinnen und Helden in der Pflege für ihren zugewandten Einsatz, für ihr Vertrauen und ihre Verlässlichkeit, für ihr Engagement gegenüber Bewohner*innen und für den täglichen Einsatz ihrer professionellen Kompenten mit gesunden Vitaminen VIELEN DANK! Unsere Pflegedienstleitung Kerstin Kahmann und die Pflegefachkraft Bianca Furgber finden das sehr in Ordnung!

 

Projekt Regenbogen

Menschen in allen Ländern der Welt verbringen im Moment die meiste Zeit zu Hause.Viele Kinder haben deswegen angefangen Bilder mit Regenbögen zu malen und in die Fenster zu hängen. Der Regenbogen soll Hoffnung geben, „Alles wird gut!“ steht oft unten auf dem Bild.Beim Spazierengehen zählen nun viele Kinder die Regenbögen, die sie in den Fenstern entdecken - so vertreiben sie ihre Langeweile durch den Schulausfall und die gesperrten Spielplätze. Auch wir im Martinshof haben schon einige Regenbögen ausgemalt und an Enkel und Urenkel verschickt oder in die Fenster gehängt, um bei diesem Projekt mitzumachen.
 

 

Ostern in Coronazeiten

Dieses Jahr stand uns ein besonderes Osterfest bevor. Durch das Coronavirus und alle Schutzmaßnahmen konnten nicht wie gewohnt Gottesdienste, Besuche, Kaffeetrinken in der Cafeteria oder ähnliches stattfinden.Gemeinsam mit den Bewohnern haben wir uns aber einiges einfallen lassen um der Traurigkeit darüber entgegen zu wirken. Erstmal wurden Osterbilder gemalt und Hasen gebastelt um die Bereiche zu schmücken und eine Mitarbeitertochter hat kleine Osterkörbchen gebastelt, die vom Osterhasen nett befüllt wurden.An den Ostertagen wurde neben den TV-Gottesdiensten in kleinen Runden besinnliche Texte gesprochen und über die religiösen Traditionen erzählt, außerdem hat jeder Bewohner einen Osterbrief von Ehrenamtlichen einer Gemeinde erhalten, die mit großer Begeisterung gemeinsam geöffnet und gelesen wurden.Vor allem die Nachmittage wurden mit ausgedehnten Kaffeetrinken auf den Bereichen genutzt um zu erzählen, einen Eierlikör zu trinken, Torte zu essen und die Zeit ohne Angehörige und Freunde trotzdem gut zu verbringen. Wer wollte hatte auch die Möglichkeit mit Kindern oder Enkeln per Videoanruf Ostergrüße auszutauschen.
 
 
 

Toll! Toll! Toll!

Einige Briefe für Bewohner, Kraftpakete für Mitarbeiter, gespendete selbstgenähteMundschutze und offizielle Dankesbriefe sind bei uns angekommen - wir sind totalbegeistert! So schöne Karten, so viele Leckereien, so viel Liebe im Detail! Wir sind sehrdankbar und gerührt, dass so viele Menschen an uns alle im Martinshof denken!
Vielen, vielen herzlichen Dank an "Serve the City", den Kommunalen Seniorendienst, die EvangelischeFreikirche Roderbruch und alle Menschen, die dahinter stecken!
 

 

13. Misburger Kartoffelfest

Zum 13. Mal wurde im Martinshof das Misburger Kartoffelfest gefeiert. Nach anfänglichem Bangen um dasWetter kam die Sonne immer mehr zum Vorschein, so dass im Gartencafe und im Garten das „Fest rund umdie tolle Knolle“ gefeiert werden konnte. Neben einer großen Tombola, Kartoffel- und Kartoffelbrotverkauf,Pommes und den berühmten Kartoffelpuffern fand auch der schon bekannte Kartoffelschnaps einige Abnehmer.
Außerdem hatten wir einen großen Kinderchor zu Besuch, der uns zwei Mal einen Auftritt mit tollen Liedernschenkte. Viele Bewohner und Gäste saßen den ganzen Nachmittag draußen, genossen die mildenTemperaturen und die festliche Stimmung.
 

 

 

 

Alle Leut, alle Leut geh'n jetzt nach Haus -

10 Jahre Kindergartenprojekt enden zu 1. September 2019

Nach vielen tollen Jahren müssen wir unserem Kindergartenprojekt „Generationsbrücke“ leider auf Wiedersehen sagen. Seit dem 1.09.2009 kamen jeden Donnerstag 2 Erzieherinnen mit 10 Kindern zu uns in den Martinshof, um mit 10 festen Bewohnern Projekte und Ausflüge zu machen. Durch organisatorische Schwierigkeiten im Kindergarten können die Erzieherinnen es nicht mehr leisten, wöchentlich zu Besuch zu kommen. Im Abschiedsgespräch flossen sogar Tränen, da dieses Projekt wirklich allen am Herzen lag. Die ersten Begegnungen der Kinder mit den Senioren, die Ausflüge zum Zoo oder zum Erdbeerfeld, das Kochen und Essen von Würstchengulasch, ein gemeinsames Frühstück oder das Laternenfest sind tolle und zum Teil mit vielen Anekdoten bestückte Erinnerungen.

Die Kleinen waren stolz, sich Martinshofkinder zu nennen und profitierten sehr von dem regelmäßigen Kontakt zu unseren Senioren, berichten die Erzieherinnen. Sie verloren schnell die Ängstlichkeit vor Rollatoren, grauen Haaren und manchmal zittrigen Händen. Und auch die Bewohner nahmen viel mit aus den Begegnungen mit den jungen Menschen. Sie strahlten immer übers ganze Gesicht und genossen den erfrischenden und lebendigen Austausch.

 

 

105 Jahre auf dieser Welt

Anfang August wurde unsere älteste Bewohnerin 105 Jahre alt. Frau Schladitz wurde von ihrer Familie, Bewohnern und Mitarbeitern gefeiert und sang jedes Geburtstagsständchen mit Begeisterung mit. Nach einem kleinen Geburtstagsfrühstück folgte am Vormittag eine große Geburtstagsgesellschaft mit besonderem Besuch aus Magdeburg.

Dort lebt nämlich ihre nicht verwandte, achtjährige Namensvetterin Berta Schladitz. Diese besondere Begegnung wurde auch von der „Neuen Presse“ Hannover festgehalten: https://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Berta-Schladitz-8-gratuliert-Berta-Schladitz-105  Da Frau Schladitz besonders in den Singkreisen aufblüht und fast jedes Lied auswendig mitsingt wurde der Tanztee am darauffolgenden Tag auch nochmal für eine musikalische Beglückwünschung genutzt, für die sich die alte Dame herzlich bedankte. Am Ende lachte sie und sagte: Jetzt reicht es mir aber auch mit dem Feiern!

 

 

Eis essen mit "Serve the City"

Unser Ausflug bei strahlendem Wetter mit 11 Ehrenamtlichen der HANOVA – das ist ein Wohnungsunternehmen der Stadt Hannover - war ein voller Erfolg. Nach dem Kennenlernen und Zuweisen der „Pärchen“, ging es mit einem gemütlichen Spaziergang durch Eilenriede und Kleingärten zur Gaststätte am Annateich. Im Biergarten in der Sonne genossen alle ihr Eis mit frischen Früchten und es wurde sich rege unterhalten und ausgetauscht. Als Erinnerung haben wir noch ein Gruppenfoto mit der schönen Kulisse im Hintergrund gemacht. Nachdem alle Bewohner wohlbehalten wieder in ihren Wohnbereichen zurück waren, hatte die Gruppe der Ehrenamtlichen mit der Koordinatorin und Kontaktgeberin von „Serve the City“ und den Mitarbeitern aus der Betreuung noch Zeit zum Austausch und für Fragen. Am Ende waren alle ganz begeistert von diesem Erlebnis und bedankten sich für diesen Einblick in die Arbeit im Altenheim. „Ich habe sogar einen Dankeschön-Kuss auf die Wange bekommen“, erklärt ein Teilnehmer. „Ich bin ganz demütig und frage mich, warum ich mir manchmal über so banale Sachen Gedanken mache“, ergänzt ein anderer Mitarbeiter von HANOVA. „Wir haben so viel Liebe und Dankbarkeit zurück bekommen, das war wirklich toll“ und  „So viele unterschiedliche Persönlichkeiten, da braucht man ganz schön viel Geduld und Hingabe“ lauteten weitere Reflektionen. Diese Veranstaltung war eine echte Bereicherung für Bewohner, Ehrenamtliche und Mitarbeiter! Wir sind begeistert!

Wer mehr über „Serve the City“ erfahren möchte: http://servethecity-hannover.de/

 

 

 

"Ich kann viel Gutes bewegen!"

VON MARK BODE

Der Beruf des Altenpflegers besitzt weitgehend einen schlechten Ruf. Das können Laura Ricke (28) und Franziska Kothhöfer (22) gar nicht verstehen. Sie arbeiten als Pflegekräfte im Seniorenzentrum St. Martinshof und sind mit ihrer Berufswahl äußerst zufrieden.

„Mir wurde der Beruf in die Wiege gelegt. Meine Oma und Mutter haben schon in der Pflege gearbeitet“, sagt Laura mit einem Lächeln. Franziska  hat privat Erfahrungen gesammelt bei der Pflege der an Alzheimer erkrankten Großmutter. Sie absolvierte anschließend ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Altenpflege, gefolgt von einer Ausbildung. „Ich kann viel Gutes bewegen“, sagt sie stolz.

„Es gehört viel mehr dazu, als alten Menschen nur den Hintern abzuputzen“, sagt Laura. Sie begann mit 16 Jahren ihre Ausbildung, schloss diese mit 19 ab und ist seitdem im St. Martinshof. Sie empfiehlt allen Interessierten, im Vorfeld ein Praktikum anzunehmen. „Dann weiß jeder, was auf einen zukommt.“

Natürlich warten körperliche Herausforderungen auf das Personal. „Ich trainiere extra meinen Rücken, damit ich keine Probleme bekomme“, sagt Franziska. Das Gute: Der St. Martinshof beteiligt sich an den Kosten für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio.

Schließlich möchte auch das Unternehmen fitte Mitarbeiter beschäftigen. „Der Job hilft, um nicht zum Couchpotato zu werden“, sagt sie und lacht.

Ohnehin rennt das junge Team ständig mit einem Lächeln durch die Flure und Zimmer. „Es bringt ja nichts, wie ein Trauerkloß herumzulaufen. Die gute Laune überträgt sich auf die Bewohner“, erklärt Laura. Franziska ergänzt: „Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn uns die Bewohner schon mit einem Lächeln  begrüßen oder einfach eine gute Nacht wünschen. Das ist unsere Belohnung.“

Beruflich haben die Pflegekräfte große Aufstiegschancen. Es besteht die Möglichkeit einiger Zusatzausbildungen, um anschließend beispielsweise in der Intensivpflege, als Demenzmentor oder Wundexperte tätig zu sein oder in die Führungsebene aufzusteigen.

Für Laura und Franziska steht fest, dass sie auch im nächsten Leben wieder in der Pflege tätig sein möchten. „Meine Freundinnen sind von ihren Bürojobs oft gestresst. Ich habe jeden Tag etwas Neues zu erzählen“, sagt Laura. „Hier ist immer Action“, fügt Franziska abschließend hinzu.

 

 

Ein tolles Konzept und viel Menschlichkeit

Neuer Wohnbereich Tours überzeugt die Bewohner

VON PETER LÖWE

Ende Oktober 2017 war der kernsanierte Wohnbereich Tours im Seniorenzentrum St. Martinshof bezugsfertig. Lange hatten wir darauf gewartet, unseren Bewohnern und Kurzzeitpflegegästen die neuen Zimmer mit Topausstattung anbieten zu können. Wir Mitarbeiter waren jedenfalls restlos begeistert. Ein beeindruckendes Lichtkonzept mit quadratischen Leuchten an den Decken, die wirken, als wären es Lichtschächte mit hellem, natürlichem Sonnenlichteinfall, konnte realisiert werden. Die modern und gleichzeitig gemütlich eingerichteten Zimmer beeindrucken. Alles ist in warmen, zurückhaltenden Farben gehalten. Neue Lärmschutzfenster, die den Verkehrslärm auf der Hannoverschen Straße aussperren überzeugen ebenfalls.

Zu den ersten Gästen, die wir in der ersten Etage des Wohnbereichs begrüßen durften, zählt auch Norbert Wallström, der im November in unsere Einrichtung einzog. Im Gespräch mit Herrn Wallström und seiner Ehefrau Margarete bestätigen beide unisono, wer das Konzept und die Gestaltung des Wohnbereichs kritisiere, der habe keine Ahnung. Die beiden begeisterten Segler – bis in die Karibik hat sie ihre Leidenschaft getragen – betonen, dass ein so konsequent umgesetztes Konzept nur die halbe Miete wäre. Denn entscheidend für das Wohlbefinden sei immer die Qualität, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft des Pflegepersonals und der Betreuungskräfte. Und das wäre hier in sehr hohem Maß der Fall.

Bei einem so positiven Feedback können wir fest-stellen. dass wir nicht so viel falsch sondern vieles richtig gemacht haben.