Aktuelles aus dem St. Martinshof

Alle Leut, alle Leut geh'n jetzt nach Haus -

10 Jahre Kindergartenprojekt enden zu 1. September 2019

Nach vielen tollen Jahren müssen wir unserem Kindergartenprojekt „Generationsbrücke“ leider auf Wiedersehen sagen. Seit dem 1.09.2009 kamen jeden Donnerstag 2 Erzieherinnen mit 10 Kindern zu uns in den Martinshof, um mit 10 festen Bewohnern Projekte und Ausflüge zu machen. Durch organisatorische Schwierigkeiten im Kindergarten können die Erzieherinnen es nicht mehr leisten, wöchentlich zu Besuch zu kommen. Im Abschiedsgespräch flossen sogar Tränen, da dieses Projekt wirklich allen am Herzen lag. Die ersten Begegnungen der Kinder mit den Senioren, die Ausflüge zum Zoo oder zum Erdbeerfeld, das Kochen und Essen von Würstchengulasch, ein gemeinsames Frühstück oder das Laternenfest sind tolle und zum Teil mit vielen Anekdoten bestückte Erinnerungen.

Die Kleinen waren stolz, sich Martinshofkinder zu nennen und profitierten sehr von dem regelmäßigen Kontakt zu unseren Senioren, berichten die Erzieherinnen. Sie verloren schnell die Ängstlichkeit vor Rollatoren, grauen Haaren und manchmal zittrigen Händen. Und auch die Bewohner nahmen viel mit aus den Begegnungen mit den jungen Menschen. Sie strahlten immer übers ganze Gesicht und genossen den erfrischenden und lebendigen Austausch.

 

 

105 Jahre auf dieser Welt

Anfang August wurde unsere älteste Bewohnerin 105 Jahre alt. Frau Schladitz wurde von ihrer Familie, Bewohnern und Mitarbeitern gefeiert und sang jedes Geburtstagsständchen mit Begeisterung mit. Nach einem kleinen Geburtstagsfrühstück folgte am Vormittag eine große Geburtstagsgesellschaft mit besonderem Besuch aus Magdeburg.

Dort lebt nämlich ihre nicht verwandte, achtjährige Namensvetterin Berta Schladitz. Diese besondere Begegnung wurde auch von der „Neuen Presse“ Hannover festgehalten: https://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Berta-Schladitz-8-gratuliert-Berta-Schladitz-105  Da Frau Schladitz besonders in den Singkreisen aufblüht und fast jedes Lied auswendig mitsingt wurde der Tanztee am darauffolgenden Tag auch nochmal für eine musikalische Beglückwünschung genutzt, für die sich die alte Dame herzlich bedankte. Am Ende lachte sie und sagte: Jetzt reicht es mir aber auch mit dem Feiern!

 

 

Eis essen mit "Serve the City"

Unser Ausflug bei strahlendem Wetter mit 11 Ehrenamtlichen der HANOVA – das ist ein Wohnungsunternehmen der Stadt Hannover - war ein voller Erfolg. Nach dem Kennenlernen und Zuweisen der „Pärchen“, ging es mit einem gemütlichen Spaziergang durch Eilenriede und Kleingärten zur Gaststätte am Annateich. Im Biergarten in der Sonne genossen alle ihr Eis mit frischen Früchten und es wurde sich rege unterhalten und ausgetauscht. Als Erinnerung haben wir noch ein Gruppenfoto mit der schönen Kulisse im Hintergrund gemacht. Nachdem alle Bewohner wohlbehalten wieder in ihren Wohnbereichen zurück waren, hatte die Gruppe der Ehrenamtlichen mit der Koordinatorin und Kontaktgeberin von „Serve the City“ und den Mitarbeitern aus der Betreuung noch Zeit zum Austausch und für Fragen. Am Ende waren alle ganz begeistert von diesem Erlebnis und bedankten sich für diesen Einblick in die Arbeit im Altenheim. „Ich habe sogar einen Dankeschön-Kuss auf die Wange bekommen“, erklärt ein Teilnehmer. „Ich bin ganz demütig und frage mich, warum ich mir manchmal über so banale Sachen Gedanken mache“, ergänzt ein anderer Mitarbeiter von HANOVA. „Wir haben so viel Liebe und Dankbarkeit zurück bekommen, das war wirklich toll“ und  „So viele unterschiedliche Persönlichkeiten, da braucht man ganz schön viel Geduld und Hingabe“ lauteten weitere Reflektionen. Diese Veranstaltung war eine echte Bereicherung für Bewohner, Ehrenamtliche und Mitarbeiter! Wir sind begeistert!

Wer mehr über „Serve the City“ erfahren möchte: http://servethecity-hannover.de/

 

 

 

"Ich kann viel Gutes bewegen!"

VON MARK BODE

Der Beruf des Altenpflegers besitzt weitgehend einen schlechten Ruf. Das können Laura Ricke (28) und Franziska Kothhöfer (22) gar nicht verstehen. Sie arbeiten als Pflegekräfte im Seniorenzentrum St. Martinshof und sind mit ihrer Berufswahl äußerst zufrieden.

„Mir wurde der Beruf in die Wiege gelegt. Meine Oma und Mutter haben schon in der Pflege gearbeitet“, sagt Laura mit einem Lächeln. Franziska  hat privat Erfahrungen gesammelt bei der Pflege der an Alzheimer erkrankten Großmutter. Sie absolvierte anschließend ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Altenpflege, gefolgt von einer Ausbildung. „Ich kann viel Gutes bewegen“, sagt sie stolz.

„Es gehört viel mehr dazu, als alten Menschen nur den Hintern abzuputzen“, sagt Laura. Sie begann mit 16 Jahren ihre Ausbildung, schloss diese mit 19 ab und ist seitdem im St. Martinshof. Sie empfiehlt allen Interessierten, im Vorfeld ein Praktikum anzunehmen. „Dann weiß jeder, was auf einen zukommt.“

Natürlich warten körperliche Herausforderungen auf das Personal. „Ich trainiere extra meinen Rücken, damit ich keine Probleme bekomme“, sagt Franziska. Das Gute: Der St. Martinshof beteiligt sich an den Kosten für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio.

Schließlich möchte auch das Unternehmen fitte Mitarbeiter beschäftigen. „Der Job hilft, um nicht zum Couchpotato zu werden“, sagt sie und lacht.

Ohnehin rennt das junge Team ständig mit einem Lächeln durch die Flure und Zimmer. „Es bringt ja nichts, wie ein Trauerkloß herumzulaufen. Die gute Laune überträgt sich auf die Bewohner“, erklärt Laura. Franziska ergänzt: „Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn uns die Bewohner schon mit einem Lächeln  begrüßen oder einfach eine gute Nacht wünschen. Das ist unsere Belohnung.“

Beruflich haben die Pflegekräfte große Aufstiegschancen. Es besteht die Möglichkeit einiger Zusatzausbildungen, um anschließend beispielsweise in der Intensivpflege, als Demenzmentor oder Wundexperte tätig zu sein oder in die Führungsebene aufzusteigen.

Für Laura und Franziska steht fest, dass sie auch im nächsten Leben wieder in der Pflege tätig sein möchten. „Meine Freundinnen sind von ihren Bürojobs oft gestresst. Ich habe jeden Tag etwas Neues zu erzählen“, sagt Laura. „Hier ist immer Action“, fügt Franziska abschließend hinzu.

 

 

Ein tolles Konzept und viel Menschlichkeit

Neuer Wohnbereich Tours überzeugt die Bewohner

VON PETER LÖWE

Ende Oktober 2017 war der kernsanierte Wohnbereich Tours im Seniorenzentrum St. Martinshof bezugsfertig. Lange hatten wir darauf gewartet, unseren Bewohnern und Kurzzeitpflegegästen die neuen Zimmer mit Topausstattung anbieten zu können. Wir Mitarbeiter waren jedenfalls restlos begeistert. Ein beeindruckendes Lichtkonzept mit quadratischen Leuchten an den Decken, die wirken, als wären es Lichtschächte mit hellem, natürlichem Sonnenlichteinfall, konnte realisiert werden. Die modern und gleichzeitig gemütlich eingerichteten Zimmer beeindrucken. Alles ist in warmen, zurückhaltenden Farben gehalten. Neue Lärmschutzfenster, die den Verkehrslärm auf der Hannoverschen Straße aussperren überzeugen ebenfalls.

Zu den ersten Gästen, die wir in der ersten Etage des Wohnbereichs begrüßen durften, zählt auch Norbert Wallström, der im November in unsere Einrichtung einzog. Im Gespräch mit Herrn Wallström und seiner Ehefrau Margarete bestätigen beide unisono, wer das Konzept und die Gestaltung des Wohnbereichs kritisiere, der habe keine Ahnung. Die beiden begeisterten Segler – bis in die Karibik hat sie ihre Leidenschaft getragen – betonen, dass ein so konsequent umgesetztes Konzept nur die halbe Miete wäre. Denn entscheidend für das Wohlbefinden sei immer die Qualität, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft des Pflegepersonals und der Betreuungskräfte. Und das wäre hier in sehr hohem Maß der Fall.

Bei einem so positiven Feedback können wir fest-stellen. dass wir nicht so viel falsch sondern vieles richtig gemacht haben.