Aktuelles aus dem St. Martinshof

Alle Leut, alle Leut geh'n jetzt nach Haus -

10 Jahre Kindergartenprojekt enden zu 1. September 2019

Nach vielen tollen Jahren müssen wir unserem Kindergartenprojekt „Generationsbrücke“ leider auf Wiedersehen sagen. Seit dem 1.09.2009 kamen jeden Donnerstag 2 Erzieherinnen mit 10 Kindern zu uns in den Martinshof, um mit 10 festen Bewohnern Projekte und Ausflüge zu machen. Durch organisatorische Schwierigkeiten im Kindergarten können die Erzieherinnen es nicht mehr leisten, wöchentlich zu Besuch zu kommen. Im Abschiedsgespräch flossen sogar Tränen, da dieses Projekt wirklich allen am Herzen lag. Die ersten Begegnungen der Kinder mit den Senioren, die Ausflüge zum Zoo oder zum Erdbeerfeld, das Kochen und Essen von Würstchengulasch, ein gemeinsames Frühstück oder das Laternenfest sind tolle und zum Teil mit vielen Anekdoten bestückte Erinnerungen.

Die Kleinen waren stolz, sich Martinshofkinder zu nennen und profitierten sehr von dem regelmäßigen Kontakt zu unseren Senioren, berichten die Erzieherinnen. Sie verloren schnell die Ängstlichkeit vor Rollatoren, grauen Haaren und manchmal zittrigen Händen. Und auch die Bewohner nahmen viel mit aus den Begegnungen mit den jungen Menschen. Sie strahlten immer übers ganze Gesicht und genossen den erfrischenden und lebendigen Austausch.

 

 

105 Jahre auf dieser Welt

Anfang August wurde unsere älteste Bewohnerin 105 Jahre alt. Frau Schladitz wurde von ihrer Familie, Bewohnern und Mitarbeitern gefeiert und sang jedes Geburtstagsständchen mit Begeisterung mit. Nach einem kleinen Geburtstagsfrühstück folgte am Vormittag eine große Geburtstagsgesellschaft mit besonderem Besuch aus Magdeburg.

Dort lebt nämlich ihre nicht verwandte, achtjährige Namensvetterin Berta Schladitz. Diese besondere Begegnung wurde auch von der „Neuen Presse“ Hannover festgehalten: https://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Berta-Schladitz-8-gratuliert-Berta-Schladitz-105  Da Frau Schladitz besonders in den Singkreisen aufblüht und fast jedes Lied auswendig mitsingt wurde der Tanztee am darauffolgenden Tag auch nochmal für eine musikalische Beglückwünschung genutzt, für die sich die alte Dame herzlich bedankte. Am Ende lachte sie und sagte: Jetzt reicht es mir aber auch mit dem Feiern!

 

 

Eis essen mit "Serve the City"

Unser Ausflug bei strahlendem Wetter mit 11 Ehrenamtlichen der HANOVA – das ist ein Wohnungsunternehmen der Stadt Hannover - war ein voller Erfolg. Nach dem Kennenlernen und Zuweisen der „Pärchen“, ging es mit einem gemütlichen Spaziergang durch Eilenriede und Kleingärten zur Gaststätte am Annateich. Im Biergarten in der Sonne genossen alle ihr Eis mit frischen Früchten und es wurde sich rege unterhalten und ausgetauscht. Als Erinnerung haben wir noch ein Gruppenfoto mit der schönen Kulisse im Hintergrund gemacht. Nachdem alle Bewohner wohlbehalten wieder in ihren Wohnbereichen zurück waren, hatte die Gruppe der Ehrenamtlichen mit der Koordinatorin und Kontaktgeberin von „Serve the City“ und den Mitarbeitern aus der Betreuung noch Zeit zum Austausch und für Fragen. Am Ende waren alle ganz begeistert von diesem Erlebnis und bedankten sich für diesen Einblick in die Arbeit im Altenheim. „Ich habe sogar einen Dankeschön-Kuss auf die Wange bekommen“, erklärt ein Teilnehmer. „Ich bin ganz demütig und frage mich, warum ich mir manchmal über so banale Sachen Gedanken mache“, ergänzt ein anderer Mitarbeiter von HANOVA. „Wir haben so viel Liebe und Dankbarkeit zurück bekommen, das war wirklich toll“ und  „So viele unterschiedliche Persönlichkeiten, da braucht man ganz schön viel Geduld und Hingabe“ lauteten weitere Reflektionen. Diese Veranstaltung war eine echte Bereicherung für Bewohner, Ehrenamtliche und Mitarbeiter! Wir sind begeistert!

Wer mehr über „Serve the City“ erfahren möchte: http://servethecity-hannover.de/

 

 

 

"Ich kann viel Gutes bewegen!"

VON MARK BODE

Der Beruf des Altenpflegers besitzt weitgehend einen schlechten Ruf. Das können Laura Ricke (28) und Franziska Kothhöfer (22) gar nicht verstehen. Sie arbeiten als Pflegekräfte im Seniorenzentrum St. Martinshof und sind mit ihrer Berufswahl äußerst zufrieden.

„Mir wurde der Beruf in die Wiege gelegt. Meine Oma und Mutter haben schon in der Pflege gearbeitet“, sagt Laura mit einem Lächeln. Franziska  hat privat Erfahrungen gesammelt bei der Pflege der an Alzheimer erkrankten Großmutter. Sie absolvierte anschließend ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Altenpflege, gefolgt von einer Ausbildung. „Ich kann viel Gutes bewegen“, sagt sie stolz.

„Es gehört viel mehr dazu, als alten Menschen nur den Hintern abzuputzen“, sagt Laura. Sie begann mit 16 Jahren ihre Ausbildung, schloss diese mit 19 ab und ist seitdem im St. Martinshof. Sie empfiehlt allen Interessierten, im Vorfeld ein Praktikum anzunehmen. „Dann weiß jeder, was auf einen zukommt.“

Natürlich warten körperliche Herausforderungen auf das Personal. „Ich trainiere extra meinen Rücken, damit ich keine Probleme bekomme“, sagt Franziska. Das Gute: Der St. Martinshof beteiligt sich an den Kosten für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio.

Schließlich möchte auch das Unternehmen fitte Mitarbeiter beschäftigen. „Der Job hilft, um nicht zum Couchpotato zu werden“, sagt sie und lacht.

Ohnehin rennt das junge Team ständig mit einem Lächeln durch die Flure und Zimmer. „Es bringt ja nichts, wie ein Trauerkloß herumzulaufen. Die gute Laune überträgt sich auf die Bewohner“, erklärt Laura. Franziska ergänzt: „Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn uns die Bewohner schon mit einem Lächeln  begrüßen oder einfach eine gute Nacht wünschen. Das ist unsere Belohnung.“

Beruflich haben die Pflegekräfte große Aufstiegschancen. Es besteht die Möglichkeit einiger Zusatzausbildungen, um anschließend beispielsweise in der Intensivpflege, als Demenzmentor oder Wundexperte tätig zu sein oder in die Führungsebene aufzusteigen.

Für Laura und Franziska steht fest, dass sie auch im nächsten Leben wieder in der Pflege tätig sein möchten. „Meine Freundinnen sind von ihren Bürojobs oft gestresst. Ich habe jeden Tag etwas Neues zu erzählen“, sagt Laura. „Hier ist immer Action“, fügt Franziska abschließend hinzu.

 

 

Ein tolles Konzept und viel Menschlichkeit

Neuer Wohnbereich Tours überzeugt die Bewohner

VON PETER LÖWE

Ende Oktober 2017 war der kernsanierte Wohnbereich Tours im Seniorenzentrum St. Martinshof bezugsfertig. Lange hatten wir darauf gewartet, unseren Bewohnern und Kurzzeitpflegegästen die neuen Zimmer mit Topausstattung anbieten zu können. Wir Mitarbeiter waren jedenfalls restlos begeistert. Ein beeindruckendes Lichtkonzept mit quadratischen Leuchten an den Decken, die wirken, als wären es Lichtschächte mit hellem, natürlichem Sonnenlichteinfall, konnte realisiert werden. Die modern und gleichzeitig gemütlich eingerichteten Zimmer beeindrucken. Alles ist in warmen, zurückhaltenden Farben gehalten. Neue Lärmschutzfenster, die den Verkehrslärm auf der Hannoverschen Straße aussperren überzeugen ebenfalls.

Zu den ersten Gästen, die wir in der ersten Etage des Wohnbereichs begrüßen durften, zählt auch Norbert Wallström, der im November in unsere Einrichtung einzog. Im Gespräch mit Herrn Wallström und seiner Ehefrau Margarete bestätigen beide unisono, wer das Konzept und die Gestaltung des Wohnbereichs kritisiere, der habe keine Ahnung. Die beiden begeisterten Segler – bis in die Karibik hat sie ihre Leidenschaft getragen – betonen, dass ein so konsequent umgesetztes Konzept nur die halbe Miete wäre. Denn entscheidend für das Wohlbefinden sei immer die Qualität, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft des Pflegepersonals und der Betreuungskräfte. Und das wäre hier in sehr hohem Maß der Fall.

Bei einem so positiven Feedback können wir fest-stellen. dass wir nicht so viel falsch sondern vieles richtig gemacht haben.                        

 

 

Wechsel in der Einrichtungsleitung

VON CATÍA VOßBERG

 

Benno Blings, PDL Yvonne Schröder, GF Catia Voßberg, Nicola Hoffmann, Markus Hartmann

Seit nun mittlerweile gut 2 Jahren ist Herr Benno Blings mit der Leitung des St. Martinshof betraut,  da die Vorgänger recht kurzfristig ausgeschieden waren. Obwohl Herr Blings zeitgleich die Leitung des Wilhelm-Maxen-Hauses in Garbsen innehatte, war er ohne Zögern bereit, diese Vakanz vorübergehend engagiert zu überbrücken. Nach der Übernahme der Aufgabe, stand für ihn neben dem Tagesgeschäft die Baumaßnahme Grundsanierung Haus Tours, die Baumaßnahmen in Haus Amiens und die Baumaßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz in Haus Sabaria an. Aus der vorübergehenden Übernahme der Leitung sind zwischenzeitlich gut 2 Jahre geworden.

Die Geschäftsleitung konnte zum 01.03.2017 eine allen bekannte Mitarbeiterin, Frau Nicola Hoffmann, für diese Aufgabe gewinnen. Frau Hoffmann kennt den St. Martinshof seit über 20 Jahren und hat schon die letzten Jahre diverse Aufgaben für die Leitung übernommen. Sollten Sie Frau Hoffmann noch nicht kennen, werden Sie sie schnell als kompetente und zugewandte Leiterin erfahren. Aber auch Herr Blings wird dem St. Martinshof nicht ganz den Rücken kehren und sich nur noch dem Haus in Garbsen widmen. Er wird Frau Hoffmann, wie auch die anderen Häuser der CSH, weiterhin übergreifend unterstützen.

Wir danken Herrn Blings für seinen hochmotivierten und leidenschaftlichen Einsatz für den St. Martinshof in Zeiten großer Herausforderungen und wünschen Frau Hoffmann in Ihrer neuen Aufgabe viel Freude und Erfolg, sowie Gottes reichsten Segen.

 

 

Rettungslaken runden neues Brandschutzkonzept ab

Im Rahmen der großen Grundsanierung von Haus Tours – hier entstehen nun 36 neue Einzelzimmer mit jeweils eigener Nasszelle – erhielt jetzt jedes Bett in allen Wohnbereichen des St. Martinshofs ein eigenes Evakuierungslaken. Dies soll dazu dienen, mit wenig Personalaufwand sehr zügig Bewohner, die sich in einem Gefahrenbereich befinden, im Rahmen einer Einmannrettung schonend aber sehr zügig aus dem Gefahrenbereich zu bringen, ohne das weitere Rettungsmittel nötig sind. Diese Rettung funktioniert in der waagerechten, ebenso wie in der horizontalen Rettung. Das Rettungslaken ist ebenso durch das hauseigene Personal wie auch die Rettungskräften der Feuerwehr zu nutzen. Ein Rettungslaken ist ein hochfestes Tuch, welches unter der Matratze liegt und mit Sicherheitsgurten für den Bewohner und mit Zuggurten am Kopf- und am Fußende ausgestattet. Zudem sind an allen vier Ecken Klemmgummis für die Fixierung an der Bettmatratze angebracht. Anfang Februar 2017 wurden nun die Mitarbeiter/innen des St. Martinshof in Hannover Misburg durch den Einrichtungsleiter Benno Blings in der sachgerechten Nutzung unterwiesen. Damit sind jetzt alle Einrichtung der Christlichen Seniorendienste Hannover mit diesem zusätzlichen Rettungsmitteln ausgestattet.

Parallel zu dieser Ausstattung im Rahmen des neuen Brandschutzkonzeptes wurde die Ablufttechnik durch den Einbau von Brandschutzklappen auf den neuesten Stand gebracht und das Haus erhält mit der Eröffnung von Haus Tours im Sommer 2017 eine neue flächendeckende Brandmeldeanlage. Somit sind nun nahezu alle Möglichkeiten des vorbeugenden Brandschutzes ausgeschöpft.

 

 

 

Verdienstvolle Mitarbeiter und Dank des Trägers prägen das Jahresfest im St. Martinshof

VON WINFRIED GBUREK

Misburg – In guter Tradition lud das Seniorenzentrum St. Martinshof, eine Einrichtung der Christlichen Seniorendienste Hannover, zu seinem Jahresfest ein. Wilfried Wesemann, als Geschäftsführer der Evangelischen Johannesstift Altenhilfe und Benno Blings, als Einrichtungsleiter vom St. Martinshof, ist es ein Anliegen, hiermit die Möglichkeit des Kennenlernens, des Austausches und der Information unter den Gästen zu eröffnen. Zu ihnen gehörten neben zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vertreter des öffentlichen Lebens, sowie Personen, die der Einrichtung sehr verbunden oder in ihr ehrenamtlich engagiert sind.

Langjährige und verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten gleich zu Beginn, innerhalb eines ökumenischen Gottesdienstes in der Hauskapelle, unter gemeinsamer Leitung von Pfarrer Martin von Essen, Diakonin Angela Knop und Pfarrer Norbert Joachim, besondere Auszeichnungen. Antje Brinkmann wurde für ihre 25-jährige Dienstzeit das Kronenkreuz überreicht. Susanne Stiller und Abdel-Kareem Al-Zoubi erhielten den Stiftstaler in Gold für ihre 30- bzw. 35-Jährige Mitarbeit in der Einrichtung. Jeder Diensttag sei für die Mitarbeiter eine große Herausforderung. „Ihre Arbeit ist nicht selbstverständlich. Daher gilt allen unser großer Dank“, hob von Essen in seiner Predigt hervor. Und weiter: „Es ist gut, dass es den St. Martinshof mit diesen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt.“ So ist es ebenso angebracht und folgerichtig, „dass wir uns auch im Gottesdienst an die Basis unseres Handelns erinnern und vergewissern“. Mit einem besonderen Segen wurden Yvonne Schröder als neue Pflegedienstleitung und Melanie Olbrich als stellvertretende Pflegedienstleitung in ihr neues Tätigkeitsfeld eingeführt. Im Rahmen einer festlichen Tafel des Hauses wurde Uta Kulks nach langjähriger Dienstzeit verabschiedet und mit dem Kronenkreuz geehrt. Ganz besonders herzlich wurde mit einem Präsent dem achtzigjährigen Harm Glashoff für sein ehrenamtliches Engagement in dieser Einrichtung gedankt. Über zehn Jahre hinweg hat er mit besonderen Reiseberichten immer wieder großes Interesse bei den Bewohnern des Hauses geweckt.

Mit einer besonders erfreulichen Mitteilung wartete Benno Blings in seiner Ansprache auf: „Wir sind im Zeitplan!“, rief er den Mitarbeitern und Gästen zu. Und damit meinte er die großen Baumaßnahmen, die derzeit im St. Martinshof zur Modernisierung der Einrichtung durchgeführt werden. Hierzu gehören eine neue Abluftanlage und Brandschutzeinrichtung ebenso, wie die Schaffung von 36 Einzelzimmern mit Nasszelle sowie Internet. Wilfried Wesemann dankte besonders dem Einrichtungsleiter Benno Blings, „der sich mit viel Herzblut und Engagement immer wieder für die Menschen und die Einrichtung einsetzt“. Außerdem dankte er Daniel Schmidt, der für das Personalmanagement im Johannesstift verantwortlich ist. Mit viel Applaus wurde dieser Dank seitens der Gäste und Mitarbeiter unterstützt. Er sei sich ganz sicher, so Wesemann weiter, dass das St. Martinshaus über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfüge, die in der Pflege, Beratung, im Management und in der Weiterentwicklung der Betreuung selbstbewusst mitwirken und die Zukunft gestalten.

Winfried Gburek

 

Martinsgans im St. Martinshof – wo sonst?

In England sagt man goose, der Franzose nennt sie oie, in Kroatien wird sie guska genannt, der Italiener sagt oca, der Japaner gachó und im Baskenland heißt sie antzara. Im deutschen Sprachraum nennt man den bis zu acht Kilogramm schweren  Entenvogel Gans. Und die leckersten von ihnen heißen Martinsgans. Es ist bei uns im Seniorenzentrum schon lange Jahre guter Brauch, Sie liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zu einem traditionellen Gänseessen einzuladen. Das wollen wir auch in diesem Jahr tun und servieren Ihnen am Mittwoch, den 16. November um 18:00 Uhr die traditionsreiche Martinsgans mit Apfelrotkohl und Kartoffelklößen. Eine Tiramisu-Spekulatius-Creme gibt es als Dessert auch dazu. Exklusiv servieren wir Getränke Ihrer Wahl. Was meinen Sie? Hört sich doch nicht schlecht an – ist es auch nicht. Lassen Sie sich von uns verwöhnen. Karten für diesen kulinarischen Genuss gibt es ab sofort und bis zum 14. November am Empfang des Seniorenzentrums St. Martinshof, Hannoversche Str.118, 30627 Hannover (0511-5703-0).

 

 

Heinrich Becker: 80 Jahre Mitglied bei der Feuerwehr

Großer Bahnhof in Seniorenzentrum St. Martinshof

Der 30.05.16 war ein ganz besonderer Tag in der Geschichte der Feuerwehr Hannover. Die Führungskräfte von Stadt und Feuerwehr Hannover hatten die Ehre, den 104-jährigen Heinrich Becker für seine 80-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr zu ehren.

Heinrich Becker, heute würde man ihn als Quereinsteiger bezeichnen, fand im Jahr 1936 Zugang zur Freiwilligen Feuerwehr Misburg, die damals noch eine eigenständige Stadt vor den Toren Hannovers war.

Als 24-jähriger Mann trat er am 19.04.1936 als Heinrich Becker II. in die Freiwillige Feuerwehr Misburg ein und blieb ihr und der Stadt und dem späteren Stadtteil Misburg treu. Er sagt heute, dass sich seine Motivation, der Feuerwehr beizutreten, in Grenzen hielt. Sein Vater hingegen legte großen Wert auf die Mitgliedschaft in der Feuerwehr, und so empfand dann Heinrich II. die Pickelhauben auch als nicht zu schlecht und freute sich, eine solche auch zu tragen. So brauchte es dann doch nicht so viele Argumente, um den Beitritt zu vollziehen. Für ihn war die Mitgliedschaft dann Ehrensache, wenn schon dabei, dann ganz dabei. Eine Zwangsunterbrechung seiner Tätigkeit in Misburg erlebte Becker in der Zeit vom Februar 1940, als er in das Feuerschutzpolizeiregiment „Sachsen“ eingezogen wurde. Infolge seines Einsatzes beim Feuerschutzpolizeiregiment geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1947 wiederkehrte.

Nach seiner Rückkehr nahm er seinen Dienst bei der Feuerwehr Misburg erneut auf. Im Jahr 1958 wählten ihn seine Kameraden einstimmig zum Gemeindebrandmeister und ab dieser Zeit leitete er die Geschicke der Feuerwehr vor den Toren der Landeshauptstadt. Schon kurze Zeit später hatte er als Gemeindebrandmeister die Folgen der großen Dürre mit vielen Bränden (1959) zu koordinieren. Zwei Jahre später zog die Feuerwehr vom zweiständigen Feuerwehrhaus aus dem Jahr 1927 in das neue Feuerwehrhaus mit sechs Stellplätzen, Schlauchturm und Sozialräumen "Am Seelberg" ein. Ein „Namenswechsel“ seiner Funktion fand 1963 statt, Heinrich Becker II. wurde zum Stadtbrandmeister Misburg ernannt.

Große Ereignissse für die Feuerwehr Misburg fanden auch in der Zeit des Brandmeisters Heinrich Becker II. statt. Im Jahr 1960 begann der Bau eines neuen Feuerwehrhauses mit einer Gerätewartwohnung, und die erste Drehleiter für Misburg kam im Jahr 1965. 1974 stellte Becker sein Amt als Stadtbrandmeister aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung. In einer geheimen Wahl wurde Wolfang Tank zum Nachfolger gewählt. Heinrich Becker wechselte als Hauptbrandmeister aus der aktiven Zeit in die Altersabteilung und wurde zum Ehrenmitglied der Feuerwehr ernannt.

Anfang 2013 zog Heinrich Becker in das Seniorenzentrum St. Martinshof in Hannover - Misburg. Dort feierte er am 30.04.16 in glanzvollem Rahmen seine 80-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Hannover-Misburg. Die Feuerwehr Misburg hatte zusammen mit dem Seniorenzentrum St. Martinshof eigens für diesen Anlass eine einmalige Festveranstaltung im Seniorenzentrum organisiert.

 

Einrichtungsleiter Benno Blings überreicht dem Jubilar einen Blumenstrauß

Im Rahmen der Veranstaltung konnte Stadtrat Harald Härke einem der ältesten Feuerwehrmänner Deutschlands das goldene Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes an seine Uniformbrust heften.

Zu diesem feierlichen Akt waren Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange, Stadtbrandmeister Michael Wilke, Ortsbrandmeister Michael Psarrianos, sowie die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Uta Engelhardt gekommen. Sie hatten den Spielmannszug Misburg der Ortsfeuerwehr Misburg, die Einsatzabteilung, die Alters- und Ehrenabteilung, die Jugendfeuerwehr und die Kinderfeuerwehr mitgebracht, was den festlichen Anlass unterstrich.

Ein besonderer Gast war Walter Köhler mit seinen 81 Jahren. Köhler war der einzige Gerätewart der Feuerwehr Misburg, der die 1961 geschaffene Dienstwohnung im Feuerwehrhaus bezog, die Heinrich Becker II. bei dem Bau des Feuerwehrhauses realisieren konnte. So wurden am Rande der im „goldenen“ Glanz vollzogenen Festveranstaltung auch Erinnerungen unter den Urgesteinen der Feuerwehr Misburg ausgetauscht.

Text, Fotos: KomDienst Scholz

 

 

Ehrung langjähriger Mitarbeiter im St. Martinshof

VON PETER LÖWE

Wenn etwas für Kontinuität und hohe Arbeitszufriedenheit spricht, ist es sicher die Tatsache, dass viele Mitarbeiter schon 25 Jahre und länger in einer Einrichtung beschäftigt sind. In jedem Jahr werden diese Jubilare im Seniorenzentrum St. Martinshof zum Jahresfest im Rahmen eines Gottesdienstes und einer sich anschließenden Feier geehrt. In diesem Jahr konnte der Stiftsvorsteher des Evangelischen Johannesstifts, Martin von Essen, zusammen mit Diakonin Angela Knop und Dr. Jürgen Brommer die Arbeit von zehn Jubilaren würdigen. Er sprach von großer Dankbarkeit für diese langjährige Tätigkeit und äußerte die Hoffnung, dass Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit mit alten und kranken Menschen hoffentlich sehr bald auf ein mehr als verdientes Niveau steigen würden.

 

Darf es auch mal Kunst sein?

VON PETER LÖWE

Wie wäre es denn mal mit Kunst - ausnahmsweise? DieArbeiten der Garbsener Künstlerin Adelheid Grigull sind seit Ende September bis Weihnachten im Seniorenzentrum St. Martinshof zu sehen. Grigull sagt von sich: „Auf meinen Reisen lasse ich mich lustvoll inspirieren von Farben und Formen, von Licht und Schatten. Meine Bilder sind das Ergebnis erlebter Stimmungen und Gefühle, die ich in eine bildliche Ausdrucksform bringe.“ Wirklich außergewöhnlich zauberhaft  und mir ein Schmunzeln in das Gesicht treibendes Moment ist das Betrachten des Zyklus „Menschen am Strand“. Es gelingt Adelheid Grigull mit dieser Bilderserie nicht den Voyeur in uns zu entdecken, sondern uns selbst wiederzuerkennen, in unserer ganzen Privatheit und Unvollkommenheit. Wirklich zauberhaft! Lassen Sie sich die Ausstellung auf keinen Fall entgehen.

 

 

Zum Erntedankfest nach Berlin

VON BENNO BLINGS

Für gut 20 Personen der Christlichen Seniorendienste Hannover (CSH) mit ihren Seniorenzentren in Hannover und im Raum Nienburg war die Nacht am Sonntag früh zu Ende – denn es ging mit der Bahn und einem  Bus zum traditionellen Erntedankfest nach Spandau. Ganz bewusst wird das Erntedankfest  im Johannesstift  vor dem eigentlichen Termin gefeiert, da viele Mitarbeiter/innen des Stifts am eigentlichen Erntedankfest in ihren Kirchengemeinden eingebunden sind.

Rund 30 000 Gäste besuchten das größte christliche Volksfest in Berlin und Brandenburg bei herrlichem sonnigem Herbstwetter. Das Fest begann um 11 Uhr mit einem Open-Air-Gottesdienst, in dem die ehemalige Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Friederike von Kirchbach predigte. Wie bereits in den vergangenen Jahren, konnten gehörlose Besucherinnen und Besucher den Gottesdienst problemlos verstehen, da Gebärdensprachdolmetscherinnen das Programm übersetzten. Damit setzt das Johannesstift ein Zeichen für mehr Teilhabe und für eine Gesellschaft, die nicht ausgrenzt.

Anschließend sorgten unterschiedliche Musik- und Tanzgruppen auf verschiedenen Bühnen für Unterhaltung. An über 120 Ständen wurden Speisen und Getränke, Selbstgemachtes und Informationen angeboten. Das Fest endete besinnlich mit einem Lichter- und Laternenumzug um 19 Uhr. Zum Abschluss gegen 19.30 Uhr erstrahlte die Stiftsallee im Schein bengalischer Lichter.

Das Fest stand dieses Jahr unter der Überschrift: „Meine Würde tanzt.“ aus dem Psalm 16,9 (Bibelübersetzung in gerechter Sprache). Das Johannesstift setzt sich für die Würde all derer ein, die in Not sind und Hilfe benötigen. Dieses Motto wurde im Open-Air-Gottesdienst aufgenommen und kreativ im traditionellen rund 500 Meter langen Erntedankfestumzug umgesetzt.

 

 

Kartoffelfest trotz Regen ein voller Erfolg

VON PETER LÖWE

Acht Jahre hatten wir Glück mit dem Wetter gehabt. Beim 9. Misburger Kartoffelfest hat es uns aber nass erwischt. Schon am Morgen, während des Aufbaus der Stände deuteten dunkle Wolken auf eine Veranstaltung mit potentiell erhöhter Luftfeuchtigkeit hin. Ab dem Mittag entluden sich diese zunächst sporadisch, um später am Nachmittag ihre ganze Kompetenz beim Regenmachen deutlich zu machen. „Na und?“ dachten sich unsere zahlreichen Gäste und haben die Schauer unter Schirmen und Balkonen oder im großen Speisesaal abgewettert. Der Stimmung tat es überhaupt keinen Abbruch. Deshalb an dieser Stelle unseren Gästen ein ganz herzliches Dankeschön dafür, dass sie uns trotz der widrigen Umstände die Treue gehalten haben. Liebe Misburger, vielen Dank dafür, dass wir unser und auch Ihr Kartoffelfest trotz solchem „Schietwetter“ gemeinsam feiern konnten. Danke.