28.06.2017

Tag der offenen Tür in der August-Hermann-Francke-Schule

2017-06-28_AHFS_Tag-der-offnen-Tuer_0040.jpgIn der weit geöffneten Tür der August-Hermann-Francke-Schule (AHFS) des Evangelischen Johannesstifts stand Jana, eine junge Schülerin, die die Besucher am Freitag den 23. Juni 2017 zum diesjährigen Tag der offenen Tür fröhlich begrüßte und einwies. Alle AHFS-Schüler und deren Eltern, Geschwister, Lehrer, Betreuer, Freunde, Verwandte und Gäste versammelten sich zunächst in der Aula, in der Schulleiterin Ulrike Müller die Veranstaltung um 10 Uhr eröffnete.

Leichte Spannung kam auf bei den Gästen, als die Vorhänge endgültig zugezogen wurden, das Licht erlosch und die Bühne den Blick auf vier Schülerinnen und Schüler und deren Begleiterinnen freigab. Es wurde sogar für einen Augenblick ganz still in der durch Stimmengewirr und Zwischenrufe sonst so lebhaft anmutenden Schule. Die „Reise durch die Jahreszeiten“ konnte beginnen.

In diesem Jahr standen die mitreißenden und äußerst beeindruckenden Bühnen-Programmpunkte unter keinem einheitlichen Motto. Natur, Schöpfungsgeschichte, Kunst (die Welt der Farben) und die eigene Identitätsfindung standen als Themenwelten zur Auswahl, aus denen die hoch kreativen kleinen Künstler und ihre Lehrerinnen und Lehrer die Ergebnisse des künstlerischen Unterrichtsprojektes „TheaterMai“ präsentierten. Filmprojekte, musikalische Darbietungen und Lesungen, die sie in monatelanger Arbeit einstudiert hatten, vervollständigten das Programm. Mit viel Feingefühl und Geduld, vor allem aber Spaß und auch Selbstironie auf beiden Seiten sind tiefgründige und in ihrer Einfachheit ebenso komplexe Werke entstanden, die deswegen so beeindruckten, weil sie mit Herz, Freude und Authentizität vorgetragen wurden.

Nach der ersten Kaffeepause im Gartenhof der AHFS füllten sich die Sitzreihen in der Aula zusehends.  Die Schüler der Evangelischen Schule Spandau, des Kooperationspartners im Hinblick auf das Thema Inklusion und die künftige Schule ohne Grenzen, konnten erst nach ihrem jeweiligen Unterrichtsschluss dazu kommen. Sie nahmen ebenfalls an den Aufführungen teil, was die selbstverständliche und fröhlich-spielerische Atmosphäre noch verstärkte.

In der Mittagspause kamen die kleinen und großen Künstler bei Bratwürstchen vom Grill und Kaffee und Keksen rasch mit ihren Gästen ins Gespräch. Außerdem konnten sich die Gäste auf großformatigen Schautafeln darüber informieren, wie im Klassenprojekt „der Roboterfreund“ das Thema Körper und Körperlichkeit ausgearbeitet wurde.