Unsere persönlichen Empfehlungen

ROMAN DES MONATS // Anne Müller: Zwei Wochen im Juni

Die Schwestern Ada, unstete Künstlernatur, und Toni, Mutter und Herrin der Listen, verbindet nicht viel mehr als die gemeinsame Kindheit im malerischen Elternhaus Gragaard an der Ostsee. Als ihre Mutter stirbt, haben die Schwestern zwei Wochen Zeit, um es auszuräumen und zu verkaufen. Während Ada froh ist, ihrer problematischen Beziehung zu einem verheirateten Mann und den Zukunftsfragen als freischaffende Malerin zu entkommen, muss Toni – kaum angekommen – immer wieder zurück, um irgendetwas in ihrer Familie zu regeln. So findet Ada sich oft allein wieder in dem Haus mit den Kinderzimmern, den Abendkleidern ihrer Mutter, dem Bauerngarten und den Ölbildern des Malers Maxim, um dessen Aufmerksamkeit die Schwestern damals auf sehr unterschiedliche Weise buhlten. Ein ehemaliger Klassenkamerad hilft Ada, einen Käufer für das Haus zu finden. Sie folgt seiner Einladung zum Sommerfest, wo sie auf viele ihrer alten Freunde trifft. Als Adas Liebhaber überraschend in der Tür steht und das Haus stückchenweise die Geheimnisse ihrer Eltern preisgibt, erkennt Ada, dass auch sie eine Entscheidung treffen muss. Ein herrliches Buch über Lebensgeheimnisse, Erinnern und Loslassen vor dem Hintergrund von Ostsee und Schlei. Genau das richtige für sommerliche Lesestunden auf dem Balkon!

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KRIMI // Stefan Maiwald: Wenn die Gondeln untergehen

Eine Serie von Anschlägen auf berühmte Gäste hält Venedig in Atem. Ein Terrorakt, das Werk eines Wahnsinnigen oder eines leidenschaftlichen Touristenhassers? Die Opfer: ein französischer Designer, ein amerikanischer Schauspieler, ein deutscher Fußballer. Hinweise: wenige. Zeugen: keine. Verdächtige: zahlreiche, darunter ein geheimnisvoller Maskenmacher, ein Waffennarr, ein Kunsthistoriker und der charmante Mister Li. Das ist der unerfreuliche Stand der Dinge, als sich das deutsch-venezianische Team um den Münchner Kommissar Hempel an die Arbeit macht … Der deutsche Autor lebt mit seiner italienischen Frau in Venetien und thematisiert für diesen Krimi Venedig als Stadt, die gänzlich von Touristen überrannt ist, und unterhält dabei mit viel Humor.

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SACHBUCH // Shane O’mara: Das Glück des Gehens

Der irische Professor Shane O´Mara ist Neurowissenschaftler und leidenschaftlicher Spaziergänger. Er beschreibt anhand persönlicher Erlebnisse, Ereignissen aus der Geschichte oder Zitaten aus der Literatur, warum das Spazieren, das Wandern durch die Natur oder durch die Stadt – allein oder gemeinsam – so gesund für Körper und Seele ist. Auch wenn wir das Gehirn oft mit einem Computer vergleichen, benötigen wir für viele Denkprozesse die Bewegung unseres Körpers. Kognitionsforscher versuchen herauszufinden, warum das so ist. Ohne Gehen gäbe es keine Kultur. Ohne den aufrechten Gang wären wir Menschen nicht so weit in unserer Entwicklung gekommen. Unterhaltsam beschreibt O´Mara, was sich in unserem Gehirn und Nervensystem abspielt während wir laufen oder wandern und wie wichtig Gehen für den sozialen Zusammenhalt ist. Am besten fließen die Gedanken in der Natur, doch auch das Gehen in der Stadt fördert die Kreativität. Kaum etwas bringt uns so schnell auf andere Gedanken und befördert das eigene Wohlbefinden so problemlos wie ein Spaziergang. Dafür haben wir zum Beispiel in der nächsten Umgebung des Johannesstifts beste Voraussetzungen.

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BRIEFROMAN // Susanne Kerckhoff: Berliner Briefe

Die Schriftstellerin Susanne Kerckhoff (1918 – 1950) wuchs bürgerlich-liberal in Berlin auf und wechselte 1947 vom britischen Sektor und der SPD in den sowjetischen zur SED. Ab 1948 bis zu ihrem frühen Tod war sie Redakteurin und Feuilletonleiterin der „Berliner Zeitung“. In dieser Zeit erschien der halbfiktive Briefroman Berliner Briefe.
In diesem Buch schreibt Helene, eine im zerstörten Berlin lebende Frau, nach Kriegsende dreizehn Briefe an ihren nach Paris emigrierten jüdischen Jugendfreund Hans. Die Antworten ihres Freundes werden nicht gedruckt – so sind die Berliner Briefe eine aufrichtige und nichts beschönigende Selbstbefragung und ein Rückblick. Eine Bestandsaufnahme über die Gemütszustände der Deutschen zwei Jahre nach Kriegsende und zum Beginn der Nürnberger Prozesse.

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KINDERBUCH // Jasmin Schaudinn: Edda aus dem Moospfad

Die sechsjährige Edda lebt im Moospfad. Sie spielt am liebsten mit ihren Freunden und zwar in „Amerika“. So nennen die Kinder das verwilderte Grundstück auf der anderen Straßenseite. Doch dann soll das Grundstück bebaut werden und schon kann Edda die neuen Nachbarn nicht leiden.
Aber das wird sich schnell ändern, denn dort ziehen auch zwei Jungen ein, mit denen sie sich auf Anhieb super versteht. Eddas Welt ist lustig und spannend, man fühlt sich ganz zu Hause. Toll zum Vorlesen ab 6 Jahren mit vereinzelten bunten Bildern.

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JUGENDBUCH // Ashley Herring Blake: Mein neues Herz lernt, wie man l[i]ebt

Ein junges Mädchen hat nach ihrer Herztransplantation drei Vorsätze – doch können diese tatsächlich umgesetzt werden? Das Gefühl, ein fremdes Herz zu erhalten, ist für Sunny verständlicherweise merkwürdig. Aber sie ist eine Optimistin und Kämpfernatur. Und als sie das erste Mal wieder schwimmen geht, trifft sie eine Freundin fürs Leben. Gemeinsam wollen sie herausfinden, wie sich Schmetterlinge im Bauch anfühlen. In diesem Buch geht es neben der Herz-OP auch um Freundschaft, den ersten Kuss, Verrat, Annäherung und Verletzung. Eine Geschichte mit ernster Thematik, aber nicht zu emotional. Sie eignet sich für Mädchen ab 12 Jahren.

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