Unsere persönlichen Empfehlungen

ROMAN DES MONATS // OLIVIA WENZEL: 1000 Serpentinen Angst

Die Dramaturgin und Performerin Olivia Wenzel erzählt in „1000 Serpentinen Angst“ von einer schwarzen Frau, die in der DDR aufwächst und zwischen Berlin und New York ihren Platz in der  Welt sucht. Als Kind gab ihr die Linientreue der Großmutter eine gewisse Sicherheit, die die  brüchige Beziehung zur Mutter und der ferne Vater ihr nicht geben konnten. Nun versucht sie,  ihre Großmutter zu überzeugen, nicht die Partei der Leute zu wählen, die sie hassen. Mit Wut und Leidenschaft erzählt sie ebenso von alltäglichem, oft unbewussten Rassismus wie von der Suche nach gesellschaftlicher und sexueller Identität. Olivia Wenzel lässt die junge Frau die Auseinandersetzungen mit ihrer Mutter, der Punkerin, ihrem Bruder, der nicht mehr lebt, und ihrer Umwelt, die sie nicht so annehmen kann oder will wie sie  ist, oft in Dialogform führen. Lesend wird man zum Gegenüber und erfährt ihre widerstreitenden Gefühle, aber auch ihren Humor unmittelbar. Man erlebt, wie ihre Angst zu Liebe wird. Olivia  Wenzel fesselt mit ihrer lebendigen, bissigen, aber auch witzigen Sprache. Was sie zu sagen hat, lässt einen bis zum Ende nicht mehr los.

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KRIMI //  Harald Martenstein und Lorenz Maroldt: Berlin in hundert Kapiteln, von denen leider nur dreizehn fertig wurden

Berlin sei „dazu verdammt: immerfort zu werden und niemals zu sein“ – dies schrieb vor  hundert Jahren Karl Scheffler in seinem Buch „Berlin. Ein Stadtschicksal“. Lorenz Maroldt und  Harald Martenstein, der eine Chefredakteur, der andere Bestsellerautor und beide dicht am  unregelmäßigen Pulsschlag der Hauptstadt, machen sich nun daran, das Schicksal Berlins und  das hiesige Durchlavieren neu zu beschreiben. Sie schaffen das erzählerische Porträt einer Stadt,  die ihresgleichen sucht – im Guten wie im Bösen, von Bezirk zu Bezirk, zwischen wild gewordenen Ordnungsämtern und resignierenden Ordnungshütern, umspült von Touristenmillionen, denen diese Stadt so egal ist wie vielen ihrer Politiker, für die der Bau eines Flughafens nicht mehr ist als ein Running Gag. Lorenz Maroldt und Harald Martenstein schildern in einer humorvollen Ortsbegehung, warum man an Berlin so intensiv leidet, wie man gerne hier lebt: vom Wahnsinn umjubelt, ins Scheitern verliebt. Eine moderne „Symphonie der Großstadt“.

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KRIMI  //  Connaisseur. Der zwölfte Fall für Bruno, Chef de Police

Bruno ist neues Mitglied einer Wein- und Trüffelgilde, eine große Ehre. Doch lange kann er die  Köstlichkeiten nicht verkosten, denn er wird an einen Unfallort gerufen. Eine junge Frau wird tot  im Brunnen eines Lustschlösschens gefunden: Auf dem Anwesen des ältesten Gildenmitglieds  ist eine Studentin, die in dessen Gemäldesammlung recherchierte, nach einem nächtlichen  Rendezvous zu Tode gestürzt. Oder war es in Wahrheit Mord? Die Tote recherchierte in der Sammlung des hochbetagten und ehemaligen Mitglieds der  Résistance und entdeckte offenbar, dass nicht nur die Bilder nicht die sind, die sie zu sein scheinen. Wir begleiten den sympathischen Hobbykoch und Chef de police nicht nur in der wundervollen Landschaft des Périgord, sondern auch nach Limeul ins dort gelegene ehemalige Schloss von  Josephine Baker, der berühmten Tänzerin und ebenfalls Résistance-Heldin.

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SACHBUCH // Anne Sverdrup-Thygeson:  Libelle, Marienkäfer & Co.

Insekten gibt es überall, in den höchsten Höhen und den tiefsten Höhlen, in Wäldern, Wiesen  und Bergen. Sie leben in der Wüste, unter der Eisdecke eines zugefrorenen Sees, in den Nasenlöchern eines Walrosses und sogar in Computern. Die faszinierenden Wesen sind winzig klein und funktionieren doch hochkomplex. Sie tragen ihr Skelett außen am Körper wie eine Rüstung, haben Ohren auf den Knien und sogar Zungen unter ihren Füßen. Und obwohl sie anpassungsfähig sind und sich schnell vermehren können, verringert sich ihr Bestand erschreckend schnell. Dabei sind Insekten für uns unersetzlich, denn sie verwandeln tote Materie in fruchtbaren Boden, bestäuben Pflanzen und dienen vielen Tierarten als Futter. Wegen ihnen läuft es auf unserer Erde rund – sie dürfen nicht von der Bildfläche verschwinden! Die norwegische Entomologin Anne Sverdrup-Thygeson öffnet ihren Leser*innen die Augen für  die wunderbare Welt der Insekten und vermittelt ihnen, wie sehr diese Lebewesen die Grundlage  unserer Existenz bilden. Mit persönlich geprägten, humorvollen Schilderungen bietet ihr Buch –  populärwissenschaftlich im besten Sinne – umfangreiches Wissen über das Leben und die  Bedeutung der Kerbtiere. „Insekten sind merkwürdig, kompliziert, komisch, bizarr, lustig,  liebenswürdig, einzigartig und immer für eine Überraschung gut. Die Welt ist so reich an kleinen Wundern – aber so arm an Augen, die sie sehen.“

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KINDERBUCH // Astrid Lindgren, Linda Andersson:  Pippi Langstrumpf – Heldin, Ikone, Freundin

Als Pippi Langstrumpf 1945 erscheint, kennt ein Mädchen die Geschichte schon – Astrid Lindgrens Tochter Karin. Krank im Bett liegend hatte sie ihre Mama gebeten: Erzähl mir was von einem  Mädchen, das Pippi Langstrumpf heißt! Nach der Veröffentlichung in Schweden hält sich die  Begeisterung in Grenzen. Doch Friedrich Oetinger ist sofort überzeugt und wagt sich an die  deutsche Ausgabe. Kurze Zeit später wird Pippi Langstrumpf zum weltweiten Erfolg. Heute gibt es Pippi als Bilderbuch zum Vorlesen oder neu illustriert auch zum Selberlesen in  verschiedenen Ausgaben, zum Beispiel das wunderschöne Bilderbuch „Pippi feiert Geburtstag“  oder die gebundenen Pippi Langstrumpf-Bände. Zum 75. Geburtstag hat der Oetinger-Verlag  außerdem Texte vieler bekannter Persönlichkeiten aus Literatur, Musik und Film zusammengetragen und unter dem Titel „Pippi Langstrumpf – Heldin, Ikone, Freundin“ mit den Illustrationen verschiedener Ausgaben in einem großformatigen Buch zusammengestellt.

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