Wichern-Kolleg

Lernen, leben, arbeiten und feiern. Das Wichern-Kolleg bietet viele Möglichkeiten, die Studienzeit zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis werden zu lassen.

Menschen sitzen in einem Garten an einer Bierzelt-Garnitur und feiern.
Wichern-Kolleg: Lernen, leben, arbeiten und feiern.   |  © Evangelisches Johannesstift

Am Wichern-Kolleg absolvieren Studierende ihr Studium und Beschäftigte aus Diakonie und Kirche ihre berufsbegleitende Ausbildung zum*r Diakon*in. Im Vorstudium Diakonik lernen junge Menschen an diesem Ort den Beruf kennen. Hier findet auch das Leben in Gemeinschaft statt: Die Studierenden lernen, arbeiten und feiern zusammen.

Der Ausbildungsort

Das Wichern-Kolleg befindet sich im Haus der Schwestern und Brüder auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts. Es ist Teil der gleichnamigen Stiftung

Der Theologe Johann Hinrich Wichern gründete sie 1858 mit dem Zweck, „ein ,Brüderhaus‘ zur Ausbildung von Diakonen zu gründen und zu erhalten und diese in diakonische Arbeitsgebiete innerhalb und außerhalb Deutschlands zu entsenden …“. Im damaligen Brüderhaus wurden junge Männer aufgenommen und für den Dienst am Menschen vorbereitet. Sehr schnell entwickelten sich im Evangelischen Johannesstift viele diakonische Arbeitsfelder. Die Ausbildung von Diakon*innen fand und findet auch heute noch mittendrin statt.

Sicht auf die Stiftskirche auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts.
Das Wichern-Kolleg ist Teil des Evangelischen Johannesstifts.   |  © Wichern-Kolleg
Blühende Magnolie vor einem alten Backsteingebäude.
Wohnen im Grünen, richtig günstige Mieten, Gemeinschaft (er)leben. In unseren Studierenden-WG's können Sie ankommen.   |  © Wichern-Kolleg
Ein Raum mit einem Tisch und auf dem Boden stehende Gitarren.
Gemeinschaft und Individualität - Bandprobe, Volleyball, Andacht oder Public Picnic? Für jede*n ist etwas dabei!   |  © Wichern-Kolleg
Jutebeutel mit Logo der Evangelischen Hochschule Berlin.
Das Wichern-Kolleg ist Studienstandort der Evangelischen Hochschule Berlin.   |  © Wichern-Kolleg
Eine Frau überreicht anlässlich der Einsegnung Anstecknadeln an die Diakon*innen.
Am Ende der Ausbildung werden Diakon*innen feierlich in das kirchliche Amt eingesegnet.   |  © Wichern-Kolleg

Seit 1858 wird am Wichern-Kolleg Wert auf eine umfassende und praxisbezogene Ausbildung gelegt. Damals wie heute arbeiten Diakon*innen in sehr verschiedenen Arbeitsfeldern in ganz Deutschland und darüber hinaus. Inzwischen ist es Studienstandort für den Studiengang Evangelische Religionspädagogik & Diakonik in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Berlin.

Das Wichern-Kolleg bildet nach den Richtlinien der UEK (Union Evangelischer Kirchen) im Auftrag der EKBO (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) aus. Es ist die einzige Ausbildungsstätte für Diakon*innen in der Region Berlin und Brandenburg.

In Haus der Schwestern und Brüder sind die Seminarräume des Kollegs, das Schulsekretariat, die Büros der Dozent*innen und der Studierendenbegleitung zu finden. Dort befinden sich auch die Büros der Freiwilligendienste der Johannesstift Diakonie. Es besteht eine enge Zusammenarbeit. Ebenfalls steht das Wichern-Kolleg im stetem Austausch mit den Sozialen Fachschulen, die in Sichtweite auf dem Gelände des Johannesstifts verortet sind.

Wohnen und Leben in Gemeinschaft

Es gibt im Haus eine Wohnetage für 15 Studierende. Weitere 40 Plätze in Wohngemeinschaften sind auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts verteilt.

Leben, Lernen und Arbeiten zu verbinden ist für viele junge Menschen attraktiv. Die Studierendengemeinschaft am Wichern-Kolleg ist vielfältig: Engagierte Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergrund schaffen eine lebendige und offene Gemeinschaft. Zusammen feiern sie, denken sie nach, streiten sie, hören sich zu und helfen einander. Die Zeit am Wichern-Kolleg prägt die Studierenden für ihren weiteren beruflichen Weg. Aus ihrem Studienalltag berichten sie bei Facebook und Instagram.

Die Dozent*innen

Ein Team aus haupt- und nebenamtlich angestellten Dozent*innen verschiedener Professionen verantwortet die Unterrichtstätigkeit am Wichern-Kolleg. Sie begleiten Auszubildende und Studierende auf dem Weg zum Berufsziel Diakon*in. 

Porträt Prof. Dr.Kristina Dronsch
Prof. Dr. Kristina Dronsch, Inhaberin der Stiftungsprofessur Diakonik und Dozentin für Neues Testament, Ethik und Exegetische Übungen
Porträt Anke Carraro-Walter
Anke Carraro-Walter, Dozentin für Gemeindeaufbau, Seelsorge und Religionspädagogik
Porträt Ingo Moy
Ingo Moy, Dozent für Homiletik/ Wortverkündigung
Porträt Maximilan Rechholz
Maximilan Rechholz, Dozent für Altes Testament und Kirchengeschichte
Porträt Jens Schmitz
Jens Schmitz, Diakon und Dozent für Diakonik und Beauftragter für Studieren in Gemeinschaft
Porträt Jutta Böhnemann-Hierse
Jutta Böhnemann-Hierse, Diakonin und Dozentin für Diakonik und Beauftragte für Studieren in Gemeinschaft
Porträt Johannes Schimke
Johannes Schimke, Diakon und Dozent für Religionspädagogik und Beauftragter für Studieren in Gemeinschaft
Porträt Oliver Ginkel
Oliver Ginkel, Dozent für Musische Bildung
Pfarrer Dr. Thorsten Klein

Dozent für Dogmatik, Diakonik und Religionspädagogik

Dogmatik lebt vom neugierigen Fragen nach den Geheimnissen der Welt und des Glaubens, ohne dabei einfache Antworten zu erwarten. Ziel des Unterrichts ist es, das Fragen als Haltung zu entdecken und Stück für Stück eine persönlich verantwortete, theologische Sprachfähigkeit zu gewinnen.

Zur Person
  • Theologe
  • Religionslehrer Sekundarstufe I+II 
  • Promotion im Fach Neues Testament
Prof. Dr. Kristina Dronsch

Dozentin für Neues Testament, Ethik, Exegetische Übungen und Diakonik

Aus der Vielfalt des historisch Wiss- beziehungsweise Erforschbaren fragt das Fach Neues Testament insbesondere danach, was notwendig ist, um im Rahmen diakonischer Praxis die theologische Botschaft der neutestamentlichen Schriften in den pluralen, gesamtgesellschaftlichen Wissensdiskurs argumentativ einbringen zu können.

Vor dem Hintergrund der Bibel sowie des christlichen Glaubens im Dialog mit Human-, Natur- und Geisteswissenschaften versucht das Fach Ethik Antworten auf existentielle und gesellschaftliche Herausforderungen zu finden.

In der exegetischen Übung werden Methoden der Bibelauslegung selbständig eingeübt. Sie vermittelt das Knowhow, um kritisch eigene und fremde Bibelinterpretationen zu prüfen.

Zur Person

  • Theologin
  • Promotion im Fach Neues Testament
  • Stiftungsprofessur an der Evangelischen Hochschule Berlin
Anke Carraro-Walter

Dozentin für Gemeindeaufbau, Seelsorge und Religionspädagogik

Der Schwerpunkt von Gemeindeaufbau liegt in der Betrachtung verschiedener Gemeinden unter systemtheoretischen und theologischen Aspekten.

Im Fach Seelsorge werden die Grundlagen moderner Kommunikations- und Beratungslehre vermittelt. Die Studierenden werden für die Dimensionen und Aspekte der seelsorgerlichen Beziehung sensibilisiert.

Zur Person

  • Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin
  • Psychodramatikerin 
  • Arbeitserzieherin
Ingo Moy

Dozent für das Fach Homiletik/ Wortverkündigung

In der Wortverkündigung sind Videokamera, Mikrofon und Rednerpult wichtiges Handwerkszeug der praktischen Übungen, um homiletisches und rhetorisches Wissen in Predigt und Andacht umzusetzen. Die Studierenden erwerben die notwendigen Kompetenzen, um herauszufinden, was gerade sie und wie sie es den jeweiligen Zuhörer*innen vom biblischen Zeugnis her zu sagen haben.

Zur Person
  • Diakon 
  • Diplom-Sozialarbeiter 
  • Sozialmanager
  • Geschäftsführer der Soziale Fachschulen Johannesstift Diakonie gGmbH
Maximilian Rechholz

Dozent für Altes Testament und Kirchengeschichte

Eine Vielzahl unterschiedlicher Theologie(n) und den komplexen geschichtlichen Hintergrund der alttestamentlichen Schriften versucht das Fach Altes Testament zu erschließen. Vor diesem Hintergrund kann dann gefragt werden: Welche Relevanz gewinnen diese biblischen Texte für den individuellen Glauben, die christliche Kirche und die diakonische Praxis unter den Bedingungen der Gegenwart?

Im Fachbereich Kirchengeschichte lernen Auszubildende und Studierende wesentliche Eck- und Wendepunkte der Kirchen- und Missionsgeschichte kennen und können deren Bedeutung für gegenwärtige kirchliche Fragestellungen erkennen.

Zur Person

  • Theologe
Jens Schmitz

Dozent für Diakonik und Beauftragter für Studieren in Gemeinschaft

Theoretische, theologische und historische Grundlagen der Diakonie werden im Studienbereich Diakonik exemplarisch erschlossen. Die Studierenden sollen dazu befähigt werden, als Diakon*innen in den Schnittstellen von Diakonie, Kirche und Gesellschaft zu agieren und die jeweils zugrunde liegenden Organisationsformen diakonisch zu profilieren und diese konstruktiv aufeinander zu beziehen.

Zur Person

  • Diakon
  • Erzieher
  • Coach
  • Kommunikationswirt für kirchliche Öffentlichkeitsarbeit „GEP“ 
  • Ältester der Schwestern- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts
Jutta Böhnemann-Hierse

Dozentin für Diakonik und Beauftragte für Studieren in Gemeinschaft

Im Rahmen des begleitenden Ausbildungsteils „Studieren in Gemeinschaft“ werden Erfahrungs- und Erprobungsräume für gemeinschaftliches Leben bereitgestellt und eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Amt und dem Beruf Diakon*in ermöglicht.

Zur Person

  • Diakonin 
  • Diplom-Sozialpädagogin
  • Theaterpädagogin „AGS“ 
  • Coach
  • Älteste der Schwestern- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts
Johannes Schimke

Dozent für Religionspädagogik und Beauftragter für Studieren in Gemeinschaft

Wie der Erwerb von religiösen Kompetenzen durch geplante Lernprozesse in unterschiedlichen Settings, beispielsweise auch im erlebnispädagogischen Kontext, gefördert werden kann, wird im Fach Religionspädagogik vermittelt. Studierende werden befähigt, Rollen und Gruppenprozesse wahrzunehmen, zu reflektieren und aktiv zu steuern.

Zur Person

  • Diakon
  • Diplom-Sozialarbeiter
  • Erlebnispädagoge
  • Studierendenbegleitung
  • Hausleitung im Haus der Schwestern und Brüder
Oliver Ginkel

Dozent für Musische Bildung

Musische Betätigung bietet einen ganzheitlichen Zugang zu sich selbst und zur Umwelt. Der Ausbildungsbereich Musische Bildung reflektiert die Bedeutung künstlerischer Ausdrucksformen (Musizieren, Singen, Tanz, Theater, Malen und Gestalten) für die diakonische Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen und übt diese exemplarisch ein.

Zur Person

  • Diplom-Musiktherapeut
  • Erzieher
  • freiberuflicher Musiker

Partner und Kooperationen

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) beauftragt das Wichern-Kolleg mit der Ausbildung von Diakon*innen. Vertreter*innen sind zum Beispiel bei der Aufnahme und Prüfung beteiligt.

Zwischen dem Wichern-Kolleg und der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) ist seit 2020 die Kooperation im gemeinsamen Studiengang Evangelische Religionspädagogik und Diakonik (B.A.) vereinbart. Darüber hinaus besteht ein Kooperationsvertrag über fünf garantierte Studienplätze im Studiengang Soziale Arbeit (B. A.) pro Semester für Studierende des Wichern-Kollegs.

Die Schwestern- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts e.V. unterstützt und begleitet die Ausbildung am Wichern-Kolleg. Diakon*innen der Gemeinschaft unterrichten zum Beispiel im Fach Diakonik, verantworten und gestalten das Mentoringprogramm für Studierende.

Die Wichern-Stiftung Berlin fördert die Ausbildung am Wichern-Kolleg und möchte sie nachhaltig sichern. Sie unterstützt alle Belange, die mit der Ausbildung von Diakon*innen im Evangelischen Johannesstift verbunden sind.

Ansprechpartner

Johannes Schimke
Wichern-Kolleg

Ansprechpartnerin

Kerstin Gentz
Wichern-Kolleg

Porträt Kerstin Gentz

Ausbildung Diakon*in

Wir bilden am Wichern-Kolleg für den breitgefächerten Beruf Diakon*in aus. Auf verschiedenen Wegen ermöglichen wir den Einstieg in die Tätigkeit.

Außenansicht des Wichern-Kollegs auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts