02.02.2012

"Irgendwie ist alles besser geworden" - Schüler des Eduard-Maurer-OSZ danken ihrem Sozialarbeiter

Für seine erfolgreiche Arbeit wurde Richard Warsow, seit Sommer 2011 Schulsozialarbeiter am Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum in Hennigsdorf, auf eine ganz besondere Weise geehrt: Schüler einer Klasse stellten ihm ein Halbjahreszeugnis aus und baten die Lokalpresse, ihn mit einem Artikel zu würdigen. "Eine Eins für den Sozialarbeiter" und "Herr Warsow hat's im Griff" titelten dann der Hennigsdorfer Generalanzeiger bzw. die Märkische Allgemeine am 28.01.2012.

Dass diese Würdigung in mehrfacher Hinsicht eine besondere ist machen die beiden Artikel deutlich: So hätte sich das Leistungsniveau der als "Problemklasse" bezeichneten Klasse so deutlich verbessert, dass alle Schüler mit dem derzeitigen Notendurchschnitt den Abschluss bestehen würde - "das habe es so noch nie gegeben", stellt die Klassenlehrerin im Hennigsdorfer Generalanzeiger fest. "Die gute Betreuung wirkt sich direkt auf die Motivation der Schüler aus." Aber auch das Miteinander und das Sozialverhalten profitiere von der Arbeit des Schulsozialarbeiters. "Im vergangenen Halbjahr waren so gut wie keine Disziplinarmaßnahmen nötig", erklärt die zuständige Abteilungsleiterin. Und wenn doch ein Gespräch mit Richard Warsow anstehe, dann werde dies als Unterstützung und hilfreich wahrgenommen.

"Ich will zeigen, dass ich ein offenes Ohr habe", zitiert die Märkische Allgemeine Richard Warsow, der im Evangelischen Johannesstift seine Diakonenausbildung absolvierte und dann in der Jugendhilfe des Johannesstifts seine erste Anstellung fand. Und so erleben die Schülerinnen und Schüler ihn auch: "Egal, ob Stress zu Hause oder in der Schule, er hat für jede Frage eine Antwort." "Der hört dir immer zu, egal was los ist," loben ihn die Schüler. Oder kurz und knapp: "Der perfekte Mann für den Job!" Aussagen die davon zeugen, dass die Schülerinnen und Schüler in allen Dingen ein großes Vertrauen zu Richard Warsow haben. Der bestätigt: "Am Anfang waren es eher formale Fragen, jetzt kommen die Schüler auch mit privaten Sachen zu mir." (Märkische Allgemeine)

Zu sehr möchte sich Richard Warsow, den die Abteilungsleiterin der Schule als "stillen, freundlichen Hintergrundarbeiter" (Generalanzeiger) charakterisiert, die positiven Entwicklungen jedoch nicht auf die eigene Fahne schreiben. "Ich finde hier immer offene Ohren für Ideen," stellt er im Generalanzeiger den Anteil des Kollegiums heraus. Und schließlich liege der Erfolg an den Schülern selbst, nicht an ihm.

 

Weitere Informationen

 

Quellen

  • Marco Paetzel: Herr Warsow hat's im Griff; in: Märkische Allgemeine Zeitung, 28.01.2012
  • Louis Vazquez: Eine Eins für den Sozialarbeiter; in: Hennigsdorfer Generalanzeiger, 28.01.2012

 

02.02.2012 / Ze