16.05.2019

"Kernqualitäten" in diakonischen Arbeitsfeldern - Ein Begleitseminar des Wichern-Kollegs

Gott hat uns in einer unendlichen Vielfalt geschaffen. So wie jedes Blatt am Baum verschieden ist, so ist auch kein Mensch dem anderen gleich.

Im Modell des „Kernquadrates“ von Ofman wird die These aufgestellt, dass sich die Einzigartigkeit eines Menschen in seinen „Kernqualitäten“ ausdrückt, z. B. Sorgfältigkeit, Entschlossenheit, Empfänglichkeit oder Selbstständigkeit. Diese Qualitäten prägen uns und sind immer da. Aber kennen wir unsere Kernqualitäten und haben Zugang zu ihnen? Um sich möglichen Antworten auf diese Frage zu nähern, haben sich Studierende des Wichern-Kollegs ein Wochenende lang Zeit genommen und sind im Rahmen eines Begleitseminars in das Seminarhaus „An der Mühle“ in Letschin gefahren. Herzlichen Dank an Rebecca für den Bericht und an Jonas für die schönen Bilder.

„In Letschin angekommen war es für einige wie ein Heimspiel und für andere eine andere Welt der Natur. Es war ein Seminarhof wo wir gastfreundschaftlich aufgenommen wurden. Die Hühner und Katzen liefen frei auf dem Hof herum und die Landschaft war eine Augenweide. Der gemütliche Seminarraum unter dem Dach eines alten Bauerhauses lud mit einer Terrasse und weitem Blick über die Landschaft ein und der Platz am urig eingerichteten Bauwagen am Feldrand bot Raum für Nachdenken, Rückzug und Entspannung zwischen den Arbeitsphasen.

Quadratisch – Praktisch – Gut! – Darum ging es an diesem Wochenende, genauer gesagt um das Modell des Kernquadrates von Daniel Ofman. Dahinter steckt die Idee sich mit seinen eigenen Kernqualitäten auseinanderzusetzen und sie in Bezug zu setzen; mit der Falle, Herausforderung und Allergie. Zu verstehen, wer wir sind und sein können, ist und war nicht einfach.  Es gab Vieles, was wir neu entdeckt haben und wir neu in unsere Seinskategorien einordnen mussten. Dieser Inhalt bleibt natürlich nicht statisch – er wird sich mit unserem Leben verändern. Das Wochenende hat uns wieder einmal einen Perspektivwechsel ans Herz gelegt, um verstehen zu können, wie unsere Menschen im Gegenüber denken könnten. Neben der Theorie haben wir kreativ unser eigenes Kernquadrat gebastelt, vollmundig gespeist, gemalt, gemeinsam Musik gemacht und den Samstagabend mit einem Lagerfeuer, mit Stockbrot am Zaunpfeiler und Marshmallows abgerundet.

Was hat es mit dem Diakonischen Arbeitsfeld zu tun? Ganz einfach… in unserem künftigen Arbeitsfeld arbeiten wir mit vielfältigen Menschen. Und insbesondere wenn es um die Zusammenarbeit mit Menschen geht, mit denen wir nicht immer einer Meinung sind, kann dieses Modell von Ofman zu einem vertieften Verständnis beitragen.“ (RR)

Die Ausbildung zum/zur Diakon*in am Wichern-Kolleg kann in Vollzeit, über einen Quereinstieg oder berufsbegleitend absolviert werden. Weitere Informationen, Bilder und Aktuelles aus dem Wichern-Kolleg finden Sie auch bei facebook (WichernKolleg) und instagram (@bildungszentrum_johannesstift).

Bewerbungsschluss für den nächsten Ausbildungsstart in Vollzeit oder über Quereinstieg ist der 7. Juni 2019. Gerne stehen wir auch für ein persönliches Informationsgespräch zur Verfügung.

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Tel.: 030 33609331