24.06.2019

Internationale Gäste beim Run of Spirit 2019

Der Botschafter der Republik Kroatiens besuchte das Evangelische Johannesstift

Berlin, 18. Juni 2019. „Es erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit, dass wir schon elf Jahre dieses großartige Sportereignis feiern dürfen. Für uns im Johannesstift ist der Run of Spirit jedes Jahr ein besonderer Höhepunkt, denn hier können wir ganz deutlich zeigen, wofür unser Herz schlägt: für selbstverständlich gelebte Inklusion.“ Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Lutz Fritsche, Vorstand des Evangelischen Johannesstifts, am vergangenen Pfingstmontag den 11. Run of Spirit.

Pfingsten ist das Fest, an dem gefeiert wird, dass alle Menschen verschiedener Sprachen und Herkunft sich auf einmal gegenseitig verstehen, obwohl sie gar nicht die gleiche Sprache sprechen. Der Heilige Geist hat es damals vollbracht. Was hat der Run of Spirit aber damit zu tun? Was hat ER vollbracht? Seit elf Jahren vereint er nicht nur Menschen mit und ohne Behinderung, die sich wortlos verstehen, weil sie gemeinsam Sport machen. ER hat tatsächlich über die Jahre auch Läufer aus Israel, aus Kroatien, aus Polen und Kenia inklusive ihrer Sportverbände und Vorsitzenden nach Berlin-Spandau gelockt. Der Botschafter der Kroatischen Republik, Gordan Grlić Radman, kam höchstpersönlich und feuerte seine Läufer an. Die kamen nämlich vom kroatischen Rehazentrum Centar Ozalij zusammen mit ihrer Direktorin Dijana Galovic und liefen tapfer mit. Außerdem waren anwesend Läufer des polnischen Lebenshilfevereins NaTak und der israelischen Organisation 180 Grad Sport, die Menschen mit Behinderung hilft, ihre sportlichen Ambitionen zu verwirklichen.

Größtes Highlight in diesem Jahr: Der Sieg Henry Wanyoikes über die 10 km in 36 Minuten. Das ist ihm in all den Jahren im Johannesstift noch nie gelungen. Der ehemalige Paralympics-Marathon-Sieger hatte schon fast abtrainiert, als er Pfingstmontag verkündete, er sei bei den Paralympics in Tokio 2020 angemeldet.

Ebenfalls heftig umringt war der diesjährige Schirmherr, der Berliner Schauspieler Wolfgang Bahro, bekannt vom Schlossparktheater und aus der RTL-Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Er posierte unermüdlich für Fotos und Selfies, verteilte Autogramme, hing Medaillen um Siegerhälse, gab Startschüsse und gratulierte zum Erfolg. „Es hat mich immer schon berührt, wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im Alltäglichen miteinander umgehen. Die Freude am gemeinsamen Laufen kann eine Brücke schlagen, wo Worte manchmal nicht mehr verstanden werden. Ich freue mich, diesen Lauf unterstützen und begleiten zu dürfen“, begründet Bahro sein Engagement.

Mit etwas mehr als 1.000 Läuferinnen und Läufern überstieg der diesjährige Run of Spirit sogar die Teilnehmerzahl vom Vorjahr. Hinzu kommen Besucher und Sympathisanten, die es sich bei strahlendem Sonnenschein haben gutgehen lassen. Und während Spreeradio-Moderator Toni Schmitt den Finishern durchs Mikrofon zujubelte, während die Cheerleader sich an der Laufstrecke zur nächsten Anfeuerungssalve formierten, lief Stiftsbewohner Lothar Bänsch seine vierte Runde. Eltern picknickten mit ihren Kindern auf dem Rasen vor der Stiftskirche, dahinter konnten Hungrige Süßkartoffel-Pommes oder Popcorn essen oder die Jüngsten auf der Schiffschaukel toben. Mittendrin immer wieder die Läufer, die unermüdlich und begeistert durchs Zieltor walkten, rollten, liefen und stolperten, als gäb es nichts Schöneres im Leben.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten, Organisatoren, Kolleginnen und Kollegen, Läuferinnen und Läufer, das jubelnde Publikum, Bewohner und alle Unterstützenden.

Bilder vom Run of Spirit 2019 finden Sie hier