Zu Gast bei Freunden

Teilnehmer aus dem Evangelischen Johannesstift reisten zum 1. Run of Spirit nach Posen

 

Der Baum, die grünen T-Shirts und das Riesensparschwein – als alles endlich in den Bussen verstaut war, konnte es losgehen.

„Brauchen wir das für den Run of Spirit in Posen?“ fragte einer der Mitreisenden.

Als Antwort bekam er nur ein Lächeln: Warte mal ab. Du wirst schon sehen.

Sechzig behinderte Menschen, Mitarbeiter/innen und ehrenamtliche Helfer/innen der Behindertenhilfe im Evangelischen Johannesstift starteten am 20. April 2012 nach Posen – voller Vorfreude auf ein Wochenende der sportlichen Begegnungen und der Gemeinschaft mit den polnischen Gastgebern.

Am Freitagabend in Posen angekommen, wurden die gemütlichen Bungalows rund um den Malta See bezogen und schnell machte sich eine entspannte Ferienlagerstimmung breit. Während einige Läufer bei untergehender Sonne die Laufstrecke rund um den See testen und sich für den Wettkampf am kommenden Tag warmliefen, versammelten sich andere schon zum Abendessen mit gegrilltem Fisch, Fleisch, Kartoffeln und deftigen, polnischen Spezialitäten.

Am nächsten Morgen – nach einem ausgiebigen Frühstück mit Riesenhörnchen und Würstchen – ging es an die Startlinie: vom Kinderlauf über den barrierearmen Lauf bis zum Run of Spirit über 11,4km wurden alle bekannten Kategorien des Run of Spirit angeboten. Mit am Start: Der blinde kenianische Läuferstar Henry Wanyoike – der sich auch für die anstehenden olympischen Spiele in London qualifiziert hat. Begleitet wurde die mehrstündige Veranstaltung von einem kurzweiligen Rahmenprogramm mit Kuchen, Tombola und Bühneneinlagen – die auch den einsetzenden Regen schnell vergessen machten.

Vor den Läufen bekamen alle deutschen Gäste die mitgebrachten grünen T-Shirts: „Das Johannesstift grüßt Na Tak“ stand darauf. (Na Tak ist der Veranstalter des polnischen Run of Spirit). Das T-Shirt löste bei den polnischen Läufern so viel Begeisterung aus, dass manch deutschem Läufer auf der Strecke mehrmals freundschaftlich auf die Schulter geklopft wurde.

Bei der anschließenden Siegerehrung erhielten alle Teilnehmer Tonmedaillen, die eigens in der Werkstatt von Na Tak angefertigt wurden. Jedes Stück ein Unikat.
Im Gegenzug überreichte Sylke Hölscher (Geschäftsführerin der Behindertenhilfe gGmbH) den mitgebrachten Baum und das Sparschwein. Der Baum wurde aus dem Stift ausgegraben und soll in der neu entstehenden Schule von Na Tak in Posen wieder eingepflanzt werden – als Zeichen der Verbundenheit beider Einrichtungen. Das Sparschwein enthielt Spenden aller Mitreisenden – denn die Fahrt war von Sponsoren und von den polnischen Gastgebern finanziert worden. Es war ein symbolisches Dankeschön für die großartige Organisation des 1. Run of Spirit in Posen!

Bis zum Wiedersehen zum 4. Run of Spirit in Berlin, am 28. Mai 2012!