11.12.2018

Danke für Ihr Engagement!

Gemeinsam feiern! Nach der Fusion zur Paul Gerhardt Diakonie gAG kamen am Tag der Ehrenamtlichen 2018 insgesamt 160 Frauen und Männer zusammen, die sich in den ehemals getrennten Unternehmen ehrenamtlich engagieren. An diesem Tag geht es jedes Jahr darum, alle Ehrenamtlichen, die sich sonst um andere kümmern, selbst einmal in den Mittelpunkt zu stellen, ihnen Anerkennung zu zeigen und Danke zu sagen.

Für einige war es das erste Mal auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts. Deshalb begann der spätsommerliche Tag mit zwei parallel stattfindenden Führungen. 40 interessierte Ehrenamtliche erfuhren: Wer wohnt und arbeitet hier, was verbirgt sich hinter welchem Gebäude? Die Fragen beantworteten Ingo Moy, Geschäftsführer des Diakonischen Bildungszentrums, und Christiane Ginkel, Sozialarbeiterin im Servicewohnen des Paul Gerhard Stifts und Koordinatorin des ehrenamtlichen Besuchsdienstes LeNa im Wedding. Weil beide selbst auf dem Gelände wohnen, erfuhren die Geladenen neben allen Fakten auch Amüsantes, etwa von den auf dem Stiftsgelände musikbeschallten Dachböden, die die Waschbären vertreiben sollen.

Ehrenamtliche erweitern den Lebensraum

Der eigentliche Festakt begann mit einem Gottesdienst in der Stiftskirche. Pfarrer Martin von Essen, Stiftsvorsteher und Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Johannesstifts und Paul Gerhardt Stiftes zu Berlin, erinnerte an den Psalm 31,9b „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“.

Darauf aufbauend zeigte er sich in seiner Predigt dankbar, dass neben den hauptamtlichen Mitarbeitenden auch an die 1.000 ehrenamtlich Tätige den verengten Lebensraum von unversorgten Kindern, kranken und älteren Menschen erweitern. Schon die kleinsten Dinge seien dabei ein Geschenk. „Damit stellen Sie sich auch einem Trend unserer Gesellschaft entgegen, wo immer mehr Ängste dominieren und die Bereitschaft zur Hilfe nachlässt“, bestärkte von Essen die Anwesenden und endete mit dem rumänischen Sprichwort, dass fünf Minuten Hilfe besser seien als zehn Tage Mitleid.

Vielfalt des Engagements

Im Rahmen des Gottesdiensts zeichnete von Essen Menschen aus, die ein Jubiläum ihres Ehrenamts feiern konnten. Ob fünf Jahre oder sogar mehr als 30 Jahre: Julia Heckhausen, Leiterin des Referats Ehrenamt, bedachte alle mit persönlichen Worten. Die Bandbreite des Engagements ist groß. Einige Ehrenamtliche spielen Karten mit demenziell veränderten Menschen, andere bringen sich mit Rat und Tat im Internetcafé der Behindertenhilfe ein. Manche begleiten Schülerinnen und Schüler bis zur Abschlussklasse oder finden an der Rezeption eines Seniorenzentrums immer Zeit für eine Plauderei. Spannend war auch die Palette an Vermittlerrollen: Ehrenamtliche engagieren sich zum Beispiel im Besuchsdienst für Gehörlose oder dolmetschen für arabische Familien.

„Wir alle können stolz auf diese Vielfalt sein“, betonte Julia Heckhausen beim anschließenden Get-together im Festsaal mit Live-Musik und köstlichem Buffet. Danach dankte sie allen Geladenen und erzählte von Begebenheiten und Begegnungen. Ihr Fazit:

 

Sie sind die wunderbarsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für mich und es ist mir eine Ehre, für Sie das Referat Ehrenamt zu leiten. Sie leisten Unglaubliches, treiben mich an und sind meine Lehrerinnen und Lehrer.

 

Der Tag der Ehrenamtlichen fand im wahrsten Sinne des Wortes einen wunderbaren Ausklang. Angeleitet von der Berliner Klezmer-Musikgruppe „KlezBanda“ sangen alle zusammen das Volkslied „Tumbalalaika“. Mit der jiddischen Weise im Ohr saßen viele noch gemütlich zusammen, bevor sie mit einer Sonnenblume beschenkt nach Hause aufbrachen.