24.08.2018

Ein Spatenstich für Inklusion

Feierlicher Baubeginn der „Schule ohne Grenzen" im Evangelischen Johannesstift in Spandau

Gleichzeitig mit dem Schuljahresbeginn der Berliner Schulen starteten heute die Baumaßnahmen zum Bau der „Schule ohne Grenzen" auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts in Spandau. Mit einem beherzten Spatenstich stachen der Stiftsvorsteher Pfarrer Martin von Essen und Frank Olie, Vorstandtsvorsitzender der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO, gemeinsam für die gute Sache in die Erde und huben das erste Loch aus. Das einzigartige Modell inklusiven Lernens zur Integration schwerst- und mehrfach behinderter Kinder in ein alltägliches Leben von Kindern ohne Behinderung wird künftig rund 200 Schülerinnen und Schüler einschließen.

Gemeinsam setzen die August-Herman-Francke Schule des Evangelischen Johannesstifts und die Grundschule der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO ein Zeichen gegen die Ausgrenzung von Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. „Damit erfüllen wir den Kindern, die oft sehr intensive sozialpädagogische, medizinische und pflegerische Betreuung benötigen, ihr Recht auf soziale Teilhabe. Gleichzeitig betrachten wir es für die Kinder ohne Lerneinschränkung als Chance, einen unbefangenen Umgang mit dem Anderssein zu erlernen", erklärte Stiftsvorsteher Pfarrer Martin von Essen. Frank Olie von der Evangelischen Schulstiftung dazu: „Inklusion gehört zum Selbstverständnis der gesamten Stiftungsfamilie. Das Sozial-Diakonische-Lernen ist bei uns sogar ein eigenes Schulfach. Darum freuen wir uns, die 70 Kinder der August-Hermann-Franke-Schule nun noch umfassender als bisher in die „Schule ohne Grenzen" inkludieren zu können." Schon seit zwanzig Jahren arbeiten die Evangelische Schule Spandau und die AHFS in verschiedenen Projekten zusammen. Allein das Lernmodell „Schule ohne Grenzen" wird schon zehn Jahre erfolgreich praktiziert.

In einem einstündigen Festakt haben sich die Evangelische Schulstiftung in der EKBO und das Evangelische Johannesstift bei den rund 50 anwesenden Spenderinnen und Spendern für deren Unterstützung bedankt. Besonders richtete der Dank sich an Hauptförderer Reinhard Lange, ehemaliger Unternehmer und Inhaber der Reitsportanlage Nudow, der den Bau des neuen Schulgebäudes wesentlich unterstützte. Der Spandauer Bezirksstadtrat Stephan Machulik (SPD) begrüßte den Baustart. Martin von Essen, Frank Olie und Reinhard Lange erklärten den Anwesenden die Idee hinter dem Konzept. Bau- und Erschließungskosten belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro und finanzieren sich, wie auch der dazugehörige Sportplatz, fast allein aus Spendengeldern.