Bewegende Geschichten unserer Freunde

Testamentsgeber Herr H.

Herr H. ist ein sportlicher und vitaler Herr, der vor einem Jahr entschied, das Evangelische Johannesstift in seinem Testament zu bedenken. Wir fragten ihn, wie es dazu kam und was dies für ihn bedeutet. Hier seine Antwort:

"Der Mensch denkt, Gott lenkt..." Nun ja, ein bisschen mitlenken will ich da schon noch. Deshalb habe ich mich im Alter von 66 Jahren entschieden, ein Testament zu schreiben. In meinem beruflichen Leben habe ich viel planen, organisieren und die unterschiedlichsten Entscheidungen treffen dürfen und müssen. Diese Denkweise hat mich bis heute nicht verlassen.

Als mir vor einiger Zeit im Restaurant 'Kastaniengarten' des Johannesstifts die Zeitschrift des Freundeskreises in die Hände fiel und ich die Informationen über 'Gutes tun mit Nachlässen' las, reifte in mir der Gedanke, die in so vielen unterschiedlichen Bereichen engagierte Einrichtung in meinem Testament zu bedenken. Schon seit frühester Kindheit ist mir das Johannesstift vertraut. Gern denke ich an die Ausflüge der Schönberger Kirchengemeinde (in den 50er Jahren noch mit der Straßenbahn) zu den Erntedankfesten und später auch zu den Weihnachtsmärkten.

Die regelmäßigen Begegnungen im Freundeskreis, sei es im Stift oder auch bei liebevoll organisierten Dampferfahrten, erfahre ich jetzt als Bereicherung und am Menschen interessierte Kontaktpflege. In der Zielsetzung des Johannesstiftes und der Arbeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkenne ich das Prinzip des solidarischen Miteinanders, zu dem ich gern meinen Beitrag leisten möchte.

Menschen wie Herr H. tun über ihr eigenes Leben hinaus Gutes für andere und setzen so ein besonderes Zeichen der Mitmenschlichkeit. Das Evangelische Johannesstift möchte sich bereits zu Lebzeiten als dankbarer Erbe erweisen und pflegt Kontakt zu den Testamentsgebern, wenn gewünscht. Im Todesfall regelt das Johannesstift als Schluss-Erbe alles Organisatorische. Der letzte Wille wird so erfüllt, wie er festgelegt wurde.