Die Geschichte von Vera K.

Die Geschichte von Vera K.: Leben bis zuletzt

Vera K. war 68 Jahre alt, als sie durch eine Freundin auf das Johannesstift aufmerksam gemacht wurde. Sie war von Beruf technisch pharmazeutische Assistentin und alleinstehend. Daher plante sie auch eine Regelung, was mit ihrem Nachlass nach ihrem Ableben passieren soll. Frau K. wohnte in einer Seniorenwohnanlage in Berlin Wilmersdorf, wo ich sie zum ersten Mal besuchte und ihr über die Arbeit des Johannesstifts erzählte und speziell auch darüber berichtete, wie sich das Johannesstift verhält, wenn es zum Erben eingesetzt wird. Nach dem persönlichen Gespräch entschied sich Vera K. relativ schnell für das Johannesstift und verfügte, dass das stationäre Simeon-Hospiz nach ihrem Ableben unterstützt werden soll.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich eine enge persönliche Beziehung und es fanden gegenseitige Besuche im Johannesstift oder in ihrer Wohnung statt. Frau K. besuchte unsere großen Feste und Veranstaltungen und unterstützte immer wieder mit Spenden unsere Arbeit. Sie hörte gerne klassische Musik, ging gern in Konzerte und ins Theater, und sie besuchte regelmäßig ihren Bruder in Freiburg, wo sie auch eine eigene kleine Wohnung hatte. Im Laufe der Jahre entstand ein sehr großes Vertrauensverhältnis zu uns, so dass Frau K. uns ihre Wohnungsschlüssel für alle Fälle zur Verwahrung anvertraute und uns vorsorglich eine Bankvollmacht erteilte, so dass wir im Notfall schnell für sie hätten tätig werden können.

Im Jahr 2011 wurde bei Frau K. eine Krebserkrankung festgestellt, die schnell fortschritt. Sie wurde in ihrer Wohnung von Palliativärzten versorgt. Als die ambulante Versorgung nicht mehr ausreichte, kam sie Ende Juli ins Simeon-Hospiz. Dort bewohnte sie ein Einzelzimmer und wurde liebevoll gepflegt und versorgt. Ihr Bruder und ihre Nichte kamen aus Freiburg und konnten auch in ihrer Nähe übernachten und für sie da sein.

Am 28. August ist Frau K. im Kreise ihrer nahen Angehörigen verstorben. Sie hinterließ für das Simeon-Hospiz rund 300.000 €. Durch diese großzügige Zuwendung war der finanzielle Eigenanteil des Johannesstifts für drei Jahre gedeckt.