28.08.2020

Evangelisches Johannesstift erhält „portfolio institutionell Award“ in der Kategorie „Beste Stiftung“ für herausragendes Management seiner Vermögensanlagen

Überschüsse gehen in soziale Projekte

Die Stiftung Evangelisches Johannesstift SbR (EJS) wurde für ihr herausragendes ethisch-nachhaltiges Vermögensmanagement und dessen Umsetzung im stiftungseigenen Spezialfonds „EJS Stiftungsfonds“ ausgezeichnet. Gestern Abend erhielt sie anlässlich der Vergabe der „portfolio institutionell Awards 2020“ den Preis in der Kategorie „Beste Stiftung“. Beeindruckend sei für die Award-Jury die fundiert aufgestellte Nachhaltigkeit der Kapitalanlagen gewesen, hieß es bei der Preisvergabe.

„Die portfolio institutionell Awards sind für das Evangelische Johannesstift Maßstab und Ansporn, aber auch ein persönliches Angebot an andere Stiftungen, Wissen zu teilen. Sich mit den Besten am Markt zu vergleichen und zu messen, ist seit jeher unser Ansatz“, sagt Jens Güldner, Vermögensmanager der Stiftung.

Die Stiftung bündelt und verwaltet mittlerweile gemeinnütziges Vermögen von mehr als 30 Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen nach ethisch-nachhaltigen Kriterien und unterstützt mit den erzielten Erträgen aus der Kapitalanlage verschiedenste soziale Projekte. Neben den im Stiftungszentrum Evangelisches Johannesstift verwalteten selbstständigen Förderstiftungen Werner und Maren Otto Stiftung, Wichern-Stiftung Berlin, Geschwister-Holroyd-Preuß-Stiftung, Hans und Meta Knorr-Stiftung und Ingeborg Dauß Stiftung vertrauen dem Vermögensmanagement viele weitere ihre Gelder an: gemeinnützige Stiftungen, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit ihrem Stiftungszentrum sowie ein eingetragener Verein.

Das Volumen der im „EJS Stiftungsfonds“ gemanagten Gelder umfasst derzeit rund 60 Millionen Euro. Kerninvestoren des Spezialfonds sind die Johannesstift Diakonie gAG und ihre hundertprozentige Aktionärin, die Evangelisches Johannesstift SbR. Die Anlagestrategie entspricht sowohl den Kriterien des Leitfadens für ethisch-nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche, als auch den strengen Kriterien der Nachhaltigkeits-Rating-Agentur ISS ESG. 

Überschüsse gehen an Projekte für benachteiligte Menschen

Die Stiftung unterstützt mit den Erträgen aus dem Vermögensmanagement auch das Projekt „LeNa - Lebendige Nachbarschaft“, in dem Ehrenamtliche älteren Menschen gemeinsame Zeit schenken. Foto: Christina LauruschkusWährend das Kapital und die jeweiligen Kurssteigerungen im Portfolio verbleiben, um den realen Kapitalerhalt langfristig zu sichern, geht ein Großteil der Erträge aus Dividenden und Zinsen entsprechend der Wünsche der Kapitalgeber*innen und Stifter*innen in soziale Projekte. Dazu zählt beispielsweise das Projekt „LeNA – Lebendige Nachbarschaft“, in dem geschulte Ehrenamtliche älteren Menschen gemeinsame Zeit für Gespräche und Spaziergänge schenken, um Einsamkeit und Isolation im Großstadtkontext vorzubeugen. Auch die „Schule ohne Grenzen“ wird gefördert – ein barrierefreier Schulneubau, in dem Kinder und Jugendliche der Regelschule und solche mit schwersten und mehrfachen Behinderungen in Spandau künftig gemeinsam lernen. Unterstützt wird ebenfalls das Projekt „Kinder beflügeln“. Es steht für eine Vielzahl von Aktivitäten, in denen Kinder, die aufgrund ihrer sozialen Situation Bildungschancen nicht nutzen können, durch besondere Erlebnisse gefördert werden. Und auch das Kompetenzzentrum Palliativ- und Hospizarbeit bekommt finanzielle Hilfe:Finanzielle Hilfe erhält auch die Kampagne „Kinder beflügeln“, in der benachteiligten Kindern aus Berlin besondere Bildungserlebnisse ermöglicht werden. Foto: Leona Goldstein In Kursen können Mitarbeitende von Kliniken und anderen Einrichtungen lernen, welche Probleme Menschen mit schweren und lebenslimitierenden Erkrankungen und auch deren Angehörige haben und welche Unterstützung sie für ein möglichst gutes Leben mit der Erkrankung und auch darüber hinaus benötigen.

Die Stiftsvorsteherin des Evangelischen Johannesstifts, Pfarrerin Anne Hanhörster, freut sich über die Auszeichnung: „Dank der guten und nachhaltigen Arbeit des Vermögensmanagements können wir Menschen unterstützen, die unsere Hilfe brauchen.“

Über die Stiftung

Die Stiftung Evangelisches Johannesstift SbR zählt zu den traditionsreichsten diakonischen Einrichtungen in Berlin. Der Theologe Johann Hinrich Wichern gründete sie 1858 mit dem Zweck, Diakone auszubilden. Sie werden bis heute am Wichern-Kolleg für die verschiedenen Dienste in Kirche und Diakonie ausgebildet. Daneben unterstützt die Stiftung und alleinige Aktionärin der Johannesstift Diakonie gAG Projekte der Jugend- und Behindertenhilfe wie auch der Pflege, der Medizin, der Bildung und der Beratung. Sie hat ihren Sitz auf einem 75 Hektar großen Gelände in Berlin-Spandau, auf dem rund 1.600 Menschen wohnen. Zu den bekannten Stiftsfesten Run of Spirit, Erntedankfest und dem Weihnachtsmarkt kommen jedes Jahr Zehntausende Besucher.

Über die Johannesstift Diakonie

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Über 9.300 Mitarbeitende leisten moderne Medizin, zugewandte Betreuung und Beratung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

  • Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren
  • Pflege- und Wohneinrichtungen sowie Hospize
  • Behindertenhilfe
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Arbeit, Beschäftigung und Soziales
  • Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Ergotherapie
  • Dienstleistungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen