16.08.2017

Von Leuchttürmen und Krankenbetten

2017-08-14_Besuch_Laumann_Wegner_Bewig.jpg„Die Hospizbewegung hat zur größten sozialen Errungenschaft der letzten 10 Jahre innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung geführt“. Karl-Josef Laumann, Beauftragter der CDU in der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigter für Pflege, wies damit auf die Fördermöglichkeiten hin, die sich die Hospizarbeit und Palliativmedizin in den vergangenen Jahren erkämpft haben. Er lobte in diesem Zusammenhang auch die Arbeit des Simon-Hospizes im Evangelischen Johannesstift.

Laumann besuchte am Montag, 14. August, das Stiftsgelände gemeinsam mit dem Spandauer Bezirksstadtrat Frank Bewig und dem CDU Bundestagsabgeordneten Kai Wegner. „Das Evangelische Johannesstift ist ein Leuchtturm der sozial-diakonischen Versorgung, dessen Arbeit uns sehr am Herzen liegt“, so Wegner. Deshalb gab es an diesem Nachmittag, nach einer Begrüßung durch Stiftsvorsteher Martin von Essen, ein intensives Fachgespräch zu Themen wie z.B. der geriatrischen Frührehabilitation, dem Für und Wider der generalistischen Ausbildung von Pflegekräften und der Festsetzung von Leistungsangeboten. „Die Planungsgröße Bett in Krankenhäusern muss weg“, so Laumann. Entscheidend seien die Fälle und die Strukturqualität zur Berechnung von Finanzmitteln. Auf der Seite des Johannesstifts setzte sich Frau Dr. Hillmann als Chefärztin des Wichernkrankenhauses für eine Stärkung der Akutgeriatrie ein und Frau Voßberg, stellvertretenden Geschäftsführerin der Altenhilfe, wünschte sich mehr Unterstützung durch die Politik bei der Angleichung der Löhne im Altenpflege- und Krankendienst. Eine Führung der Gäste durch den entstehenden Neubau des Wichernkrankenhauses, von der Geschäftsführerin Frau Schimke, rundete am frühen Abend den Besuch ab.