Weitere Projekte

In der Reittherapie, Kunsttherapie oder beim Singen im Chor entwickeln Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten und haben Spaß dabei.

Eine Trainerin und ein Kind führen ein Pferd.
Kinder lernen beim Reitverein Pro IRA e.V. mehr über den Umgang mit Pferden.   |  © Marco Dames

Projekte unterstützen Kinder und Jugendliche

In mehreren Projekten unterstützen wir Kinder und Jugendliche mit Hilfebedarfen. Auf spielerische Weise werden Beweglichkeit, Konzentration, Kreativität und soziale Kompetenzen gestärkt.

Tiergestützte Therapie Reittherapie Kunsttherapie Kinderchöre der Kantorei

Momente der Freude schenken

Ein Lächeln schenken, wo lange keins mehr war – das kann Schäferhündin Jenny. Neben Prager-Rattler-Hündin Julanta ist sie Teil der tiergestützten Therapie am Wichernkrankenhaus im Evangelischen Johannesstift. An zwei Tagen in der Woche kommt mindestens eine der beiden mit ihrer Trainerin ins Krankenhaus, zu den Patient*innen mit palliativen und dementiellen Erkrankungen.

Die ausgebildeten Hunde trösten und ermuntern. Durch gezieltes Spiel fordern sie die Patient*innen auf, sich zu bewegen und sich am Gedächtnis- und Sprachtraining zu beteiligen. Besonders gut gelingt das bei depressiven und verschlossenen Menschen.

Um in Kontakt mit dem eigenen Gefühl zu kommen, bietet das Wichernkrankenhaus der tiergestützten Therapie auch Kunst- und Musiktherapie für die erkrankten Menschen an, die unter anderem über Spenden finanziert werden.

Eine Frau sitzt im Rollstuhl und vor ihr ein Therapiehund.
Eine Frau sitzt auf einer Bank und vor ihr ein Therapiehund mit zwei Beinen nach oben.

Reittherapie

Die Reittherapie hilft Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Hilfebedarfen. Das therapeutische Reiten fördert ihre Beweglichkeit und Wahrnehmung. Im Umgang mit den Pferden und Ponys schulen die Teilnehmenden ihre soziale Kompetenz.

Der Verein pro Ira e. V. auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts bietet therapeutisches Reiten an. Geschulte Trainer*innen üben mit den Kindern und Jugendlichen in Gruppen oder einzeln auf speziell ausgebildeten Therapiepferden.

Fähigkeiten fördern

Die Trainer*innen achten auf einen verantwortungsvollen Umgang miteinander und mit den Pferden. Teilnehmende mit einer Lernbehinderung oder einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) lernen sich zu konzentrieren, auf andere einzugehen und eigene Bedürfnisse zu kommunizieren. Kinder und Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen öffnen sich durch den Kontakt zu den Pferden leichter für Gespräche und verarbeiten das Erlebte.

Wo Ihre Spenden helfen

  • 65 Euro ermöglichen einem Kind einen Monat lang Reittherapie in der Gruppe.
  • 150 Euro finanzieren einen Monat Therapeutisches Reiten im Einzelunterricht.

Kunsttherapie

In der Kunsttherapie der Johannesstift Diakonie Jugendhilfe lernen Schüler*innen mit traumatischen Erlebnissen, ihre Gefühle in der Kunst auszudrücken. Das Projekt umfasst ein Schuljahr und hat ein eigenes Motto.

Kunsttherapeutinnen leiten die Kinder und Jugendlichen an: Sie zeigen verschieden Techniken, Malstile und Materialien und geben Anregungen für Motive. Während der Therapie fassen die Teilnehmenden zu den Therapeutinnen Vertrauen. Sie erzählen von ihren Erlebnissen, können sie verarbeiten und in der Kunst ausdrücken. Bis zum Ende des Schuljahres erschaffen die jungen Künstler*innen ihr eigenes Kunstwerk. Diese zeigen sie bei einer Vernissage öffentlich einem Publikum. Das stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen.

Wo die Spenden helfen

  • 120 Euro im Monat ermöglichen einem Kind die Teilnahme an der Kunsttherapie.

Gemeinsam Singen im Chor

Das Evangelische Johannesstift ist bekannt für seine hervorragende Kirchenmusik. Mehrere Chöre der Kirchengemeinde begeistern mit ihren Auftritten bei Andachten, Gottesdiensten und Konzerten. In drei Chören singen Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren. Sie singen jedes Jahr im Advent im Bundestag und übergeben den Wichern-Adventskranz an die Abgeordneten.

In den Chören singen Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen. Sie trainieren nicht nur ihre Stimme, Sprache und Körperhaltung, sondern erlernen auch soziale Fähigkeiten. Als Teil einer Gruppe fühlen sie sich im Chor angenommen – eine wichtige Erfahrung für ihre Entwicklung.

Ansprechpartner*in

Team Freundeskreis

Schule ohne Grenzen

In der „Schule ohne Grenzen“ lernen Kinder der Regelschule und Schüler*innen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen gemeinsam.

Mehrere Kinder stehen nebeneinander vor einer Betonwand. Einige tragen eine Maske und einige nicht.